Atlas, Dakota, Elena & Co.
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Kata-Logistik
Während EDI vorrangig bestimmte Arbeitsabläufe voranbringen soll, kümmert sich DATANORM um den prozessungebundenen Austausch von Stammdatensätzen. So formatierte Artikelstämme sind besonders im Baugewerbe verbreitet, etwa für die Warenwirtschaft von Handwerkern. Der Standard beschreibt unterschiedliche Datensätze mit Artikelbeschreibungen, EAN-Einträgen, wie man sie auf Strichcode-Etiketten findet, Netto- und Bruttopreisen sowie Rabattinformationen. Primär sind DATANORM-Dateien zwar für den Transfer mittels Datenträgeraustausch gedacht, doch seit 2005 gibt es auch einen Standard, ihre Inhalte per Webservice zu übertragen. Voraussetzung dafür ist freilich eine Anwendung, die den Umgang mit den passenden Webservices auch beherrscht und das XML-kodierte Datenfutter in menschenlesbare Form übersetzt. Baustoffhändler und Handwerker können ihr Geschäft mit einer dafür angepassten Warenwirtschaft profitabler gestalten.
Gesonderte Erwähnung verdienen EPCIS, die webgestützten Information Services zum Electronic Product Code. Sie bilden zusammen mit dem Object Name Service ONS ein System, RFID-markierte Objekte von der Schweinehälfte bis zur Tonerkartusche drahtlos zu identifizieren und die dazu verfügbaren Informationen wie Herstellungsdatum, Seriennummer oder Lieferprotokolle aus dezentralen Datenbanken zusammenzutragen [5]. Da Handelsketten wie die Metro gewaltige Kostenvorteile aus der RFID-Markierung ihrer Waren erzielen können, werden sich bald mehr und mehr Lieferanten ebenfalls mit diesem Kennzeichnungssystem befassen müssen.