Die Drei: Focus, Golf und Astra
Venunft-Diesel
Unser Test-Golf trägt das "BlueMotion"-Label, was für eine besonders sparsame Auslegung steht. Er hat nur nur fünf Vorwärtsgänge, bei den anderen beiden Kompakten sind es jeweils sechs. Unter den Hauben schlägt jeweils ein Dieselherz, das von VW leistet 105 PS, das vom Ford 115 PS, der Opel ist mit 125 PS nominell der Kräftigste. So setzt sich der Rüsselsheimer schwungvoll in Bewegung, kann aber zahlenmäßig keinen Vorteil herausfahren. 11,5 Sekunden braucht der Opel auf Tempo 100, überholt vom Golf mit 11,3 Sekunden, der seinerseits dem Ford Focus mit 10,9 Sekunden den Vortritt lassen muss.
Eine kleine Schwäche des Golf-Diesels ist seine kleine Anfahrschwäche, die fünf Gänge sind dabei nicht gerade hilfreich. Der Opel dagegen kommt schnell in die Gänge, hat aber dafür oben heraus nicht viel zu bieten, der Golf dreht für einen Diesel auffällig frei hoch. Der Ford nimmt liegt in seiner Charakteristik dazwischen, was auch für die Akustik gilt: Beim Focus ist sie ok, aber auch nicht mehr, der Opel macht den meisten Radau, der VW ist so laufruhig und breitbandig, dass unempfindliche Gemüter schon mal das Schalten vergessen können.
Den Wunsch, schnell und zügig voranzukommen, setzt der Ford nur zaghaft um. Verhalten geht es vom Start weg: Man muss das Gaspedal beim Anfahren ungewohnt kräftig drücken, um loszukommen. Auch beim kleinen Sprint zwischendurch ist der Ford nicht der Spritzigste. Wer es eilig hat, muss kräftig in der Schaltung rühren.
Knackige Schaltung im Golf
Das Schalten bereitet uns im Golf die meiste Freude: Kurz und knackig machen die Gangwechsel Vergnügen. Die beiden Konkurrenten können da nicht ganz mithalten: Etwas schwergängiger funktioniert die Sortierung beim Opel, die Gänge lassen sich aber exakt an die richtige Stelle führen. Nur wenig Spaß macht der Schaltvorgang im Rheinländer: Entgegen manchen früheren Erfahrungen gerät die Schaltarbeit im Focus zu einer zähen Angelegenheit mit langen Wegen.