Die Drei: Focus, Golf und Astra
Die Sitze in der ersten Reihe unterscheiden sich bei unseren Dreien deutlich voneinander. Während wir im Golf auf einer straffen Polsterung sitzen, sind wir beim Opel etwas weicher und beim Ford noch softer gebettet. Er hat auch die Sessel mit dem geringsten Seitenhalt und der kürzesten Oberschenkelauflage. Beim Opel können wir die Auflage durch Herausziehen noch verlängern. Der Verstellhebel für die Neigung der Ford-Lehne sitzt recht weit hinten, hier haben Opel und VW bessere Karten. Minuspunkte außerhalb der Wertung bekommt der dreitürige Wolfsburger wegen seines weit hinten liegenden Gurts – wir müssen uns verrenken, um an das sichernde Gewebeband zu kommen.
Sachlichkeit
Bei der Inneneinrichtung finden wir den äußeren Eindruck bestätigt. Zweckmäßig, praktisch und nüchtern ist der Golf eingerichtet. Die Bedienung funktioniert ebenso intuitiv wie einfach, störender Schnickschnack ist nicht zu finden. Hier gibt es kaum etwas zu meckern, sofern man sich an der ausgeprägten Sachlichkeit nicht stört. Allerdings fallen die gesalzenen Preise auf: Die Multimediaanlage mit Navigationssystem kostet 2685 Euro, punktet aber mit einem 6,5 Zoll großen Touchscreen.
Ambiente
Im Astra finden wir ein elegant gestaltetes Cockpit vor, das auch ergonomisch passend eingeräumt ist. Nachts umspielt rotes Ambientelicht den Schalthebel und leuchtet vornehm hinter den Türzuziehgriffen. Auch unser Test-Astra wird von einem Navigator geleitet. Das Gerät kostet 1150 Euro, das Display misst sieben Zoll. Wie beim Golf lässt sich das System selbsterklärend bedienen, die großen Lenkradtasten für Tempomat und Musikanlage geben keine Rätsel auf.
Moderne
Der Ford ist innen genauso mutig eingerichtet, wie er von außen aussieht. Das Styling ist gewöhnungsbedürftig, außerdem leidet die Funktionalität. Es gibt zwar in unserem Testauto je ein sehr gut ablesbares Display zwischen den Uhren und in der Mittelkonsole, doch die Bedienung der vielen Funktionen ist nicht leicht, wenn man keine Einweisung bekommen hat. Das Lenkrad ist mit teils nicht beschrifteten Tasten überfrachtet, die Menüführung durch Bordcomputer und Navigationssystem kompliziert. Zudem ist der fünf Zoll große Navibildschirm einfach zu klein für die Fülle an Informationen, die angezeigt werden. Die schmalen und schräg angeordneten Bedientasten für das System in der Mittelkonsole sind ebenfalls zu klein und schlecht ablesbar. Wer breite Finger hat, kann auf einer holprigen Straße schon mal danebentippen, wenn er von Navigationsanzeige auf Radio oder CD wechseln will.