c't 16/2025
S. 6
Leserforum

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Noch kein echter Mehrwert

Passkeys: Einer für alle – oder Microsoft gegen den Rest?, c’t 15/2025, S. 3

Solange hinter jedem Passkey ein herkömmliches Passwort als Fallback-Lösung steckt, gibt es meines Erachtens noch keinen echten Mehrwert. Sicherheit ist eben nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Sollten die Passwörter im Hintergrund einmal komplett entfallen, bin ich überzeugt, aber das ist meines Wissens bisher bei kaum einem Dienst der Fall.

Martinum01 Forum

Passwortmanager hilft

Ein möglicher Weg, um Vendor-Lock-in bei Passkeys zu vermeiden, ist die Verwendung von KeePassXC. Der Open-Source-Passwortmanager erstellt und speichert Passkeys komplett in Software und speichert sie ausschließlich lokal. Die lokale Schlüsseldatenbank kann optional per HMAC-SHA1-Challenge-Response zusätzlich an ein Hardware-Token (Yubikey) gekoppelt werden, sodass ein physischer zweiter Faktor das Sicherheitsniveau aufrechterhält. Synchronisation der Datenbank über mehrere Geräte (zum Beispiel per Nextcloud) ist natürlich möglich, aber optional.

Lambert Giese Mail

Sehr skeptisch

Expertenschätzung: Zentrale Online-Kfz-Zulassung würde 300 Millionen Euro jährlich sparen, c’t 15/2025, S. 37

Neulich musste ich ein Fahrzeug ummelden und dachte, dies wäre online in 15 Minuten erledigt. Weit gefehlt: Angeblich passte der Wohnort in der elektronischen Versichertenbestätigung (eVB) nicht zum Wohnort aus dem E-Perso. Ich habe Stunden damit verbracht, habe mir online immer wieder neue eVBs bei meiner Kfz-Versicherung erstellen lassen, mit unterschiedlichen Schreibweisen.

Leider gab die Onlineanwendung keine detaillierte Auskunft darüber, was genau angeblich nicht passte. Die telefonisch zu Hilfe gerufene Mitarbeiterin der Zulassungsstelle konnte leider auch nicht helfen, weil sie in den offenen Onlinevorgang nicht hineinschauen konnte. Schließlich habe ich an dem Tag noch einen Vor-Ort-Termin bekommen. Da war dann bei händischer Bearbeitung und visueller Prüfung keine Diskrepanz in den Daten festzustellen und der Wagen konnte umgemeldet werden.

Nach diesen Erfahrungen bin ich sehr skeptisch, was eine verbindliche, zentralisierte Online-Zulassung betrifft.

Dr. Hans-Georg Reusch Mail

Konto geschlossen

Was Neobroker für den Börsenhandel per Smartphone leisten, c’t 15/2025, S. 54

Als langjährig Investierender habe ich natürlich auch TradeRepublic ausprobiert. Wenn man mit den manchmal kruden Bedienoberflächen von Web und App klarkommt, ist das gar nicht so schlecht. Aber wehe, irgendwas läuft schief. Support: nicht vorhanden.

Bei mir waren es erst zwei Kleinigkeiten, zu denen mir niemand geholfen hat. Als dann jedoch unerklärte Abbuchungen zu „steuerlicher Optimierung“ ohne jegliche Begründung im Raum standen und der Support immer noch jegliche Zusammenarbeit verweigerte, habe ich das Depot und Konto einfach geschlossen.

Martin Groß Mail

KI wird Jobs kosten

Die Nutzung von KI-Stimmen muss reguliert werden, c’t 15/2025, S. 104

Ja, die deutschen Synchronisationen sind sehr gut und ich kann nachvollziehen, dass die Sprecher sowohl an ihren Jobs hängen, als auch die Qualität gewährleisten wollen. Genauso kann ich nachvollziehen, dass sie nicht wollen, dass ihre eigene Stimme genutzt wird, um die KI anzulernen, oder direkt für die Synchronisation.

Aber sehr viele Branchen werden sich damit abfinden müssen, dass sie in einigen Jahren zu großen Teilen durch KI ersetzt werden. Es wird Experten brauchen, um bei generierten Bildern, Liedern, Programmen, Texten etc. die Eingaben zu machen, die Parameter zu tunen, die Ergebnisse zu filtern und zu optimieren. Aber die KI als Werkzeug wird in all diesen Bereichen Jobs kosten, weil die Ergebnisse schneller und einfacher erreicht werden können. Damit werden auch Synchronsprecher zurechtkommen müssen.

Nick_Name666 Forum

Sogar lieber

Warum die Gaming-Industrie besonders stark auf KI-Stimmen drängt, c’t 15/2025, S. 106

Bei Baldurs Gate 3 zum Beispiel sind die Sprecher großartig, und man hört durchaus, wenn eine KI der Sprecher ist. Bei kleineren Titeln, wenn es nicht lange Dialoge, sondern nur Einzeiler sind oder wenn es ein kleines Studio ist, dann ist es mir sogar lieber, wenn sie das knappe Budget nicht für professionelle Sprecher verwenden.

Tubben Forum

Kein Serienfehler?

WLAN-Ausfälle bei mindestens zwei Fritzbox-Modellen durch möglichen Serienfehler, c’t 15/2025, S. 14

Nach und nach sind meine WLAN-Steckdosen im 2,4-GHz-Netz ausgefallen. Natürlich schiebt man das Problem auf die Steckdosen und besorgt sich Ersatz, ohne Erfolg. Wer kommt schon auf die Idee, dass die 2018 in Betrieb genommene Fritzbox defekt sein könnte, zumal der Internetzugang mit 5,0 GHz (noch?) einwandfrei funktioniert.

Also die 7590 gegen eine 7590 AX getauscht und siehe da: Alle WLAN-Steckdosen sind wieder in Betrieb. Selbst die Body-Comp-Waage zeigt wieder das am Tag zu erwartende Wetter an. Auch diese Information kommt aus dem 2,4-GHz-Internetzugang. Sollte AVM weiterhin der Meinung sein, dass kein Serienfehler vorliegt, meine defekte 7590 stelle ich gerne zur Verfügung.

Wolfram Jacobus Mail

Microsoft-App für Rezepte

Fünf Apps für persönliche Rezeptsammlungen im Test, c’t 14/2025, S. 68

Den Artikel über die Verwendung von Tablets als Ablage für Kochrezepte habe ich interessiert gelesen, obwohl ich seit vielen Jahren OneNote für diesen Zweck verwende. Die Microsoft-App kann für meine Zwecke hervorragend strukturieren, allerdings nur hierarchisch. Volltextsuche hilft, wenn sich ein Rezept versteckt hat. Sie kann Material in vielen Formen entgegennehmen, Copy & Paste, Bilder und Scans. Das Rezept muss auch nicht in jedem Fall als Text vorliegen, die Auflösung reicht bei den meisten Fotos aus. Für mich am attraktivsten: Ich kann von jedem meiner Geräte ad hoc ein Rezept speichern, das ich zufällig gefunden habe.

Ulrich Lüer Mail

Kontakt zu Aliens

Die schwierige Suche nach Leben im All, c’t 14/2025, S. 140

Die (mögliche) Existenz außerirdischer Lebensformen wird leider allzu oft als Sci-Fi abgetan und man wird schnell für verrückt gehalten. Ein Punkt, den ich vermisst habe, wäre gewesen, wie man versuchen könnte, einen Kontakt zu gestalten; als universelle Sprache bietet sich die Mathematik an, zum Beispiel in Form von Primzahlen.

Interessant wäre auch nicht nur die Frage, ob es Aliens gibt, sondern auch Indizien, ob es mal welche gegeben hat. Und generell sage ich immer: Man wird niemals beweisen können, dass es keine Aliens gibt. Falls es jedoch Aliens geben sollte, ist es theoretisch möglich, dies zu beweisen.

Christopher Aicher Mail

Wissenschaft oder Ideologie

Warum Wikipedia trotz Desinformationskampagnen und Streitereien wertvoll ist, c’t 14/2025, S. 150

Wenn man sagt: „Aber insgesamt denke ich, dass die Wikipedia in den meisten Fällen gut funktioniert und den wissenschaftlichen Konsens widerspiegelt“, dann hat man nicht verstanden, was Wissenschaft ist. Wissenschaft ist das ständige Infragestellen der jeweiligen Mehrheitsmeinung. Alles andere ist Ideologie. Wer also wie Frau Klein argumentiert, argumentiert ideologisch, nicht wissenschaftlich.

Günther Perthen Mail

Mehr Arbeit

Womit sich Server-Admins beschäftigen sollten, c’t 13/2025, S. 20

Sie empfehlen, Docker zu verwenden. Gleichzeitig ist im Artikel vorher zu lesen, dass man auf Sicherheitsupdates achten soll, und im selben Artikel sind die wichtigen Backups erwähnt. Debian ist sehr schnell, was Sicherheitsupdates angeht. Wird eine Lücke geschlossen, sorgen die automatischen Updates dafür, dass man die neueste Version erhält. Nutzt man einen Docker-Container, muss man erst mal darauf warten, dass die Docker-Container aktualisiert werden.

Ich bin kein Docker-Freund, weil es zusätzliche Komplexität ins System bringt. So ist auch iptables nicht mehr so übersichtlich, sobald es Docker gibt. Weiterhin muss man schauen, wo die Nutzdaten des Docker-Containers gespeichert werden, um sie sichern zu können. Mir als Admin macht das alles wesentlich mehr Arbeit, als die Dienste einfach direkt auf dem System zu installieren.

Thorsten Schneider Mail

Ihre Bedenken gegenüber Docker sind nachvollziehbar, wenn man auf einem Server beispielsweise nur einen Dienst betreibt. Sobald es aber mehrere sind, senken Container-Engines wie Docker oder Podman die Komplexität, weil alle Komponenten, die der Dienst braucht, mit im Container stecken und sich nicht im Rest des Systems tummeln.

Ergänzungen & Berichtigungen

Enge Nutzungsbedingungen

Bezahlschranken legal umgehen, c’t 15/2025, S. 146

Die Firma GBI-Genios, Betreiber der Datenbank, über die BibBot auf die Artikel zugreift, hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass sie in der Nutzung von BibBot einen Verstoß gegen ihre Nutzungsbedingungen sehe. Sie sei bei missbräuchlicher Nutzung der Datenbank berechtigt, den Onlinezugang der jeweiligen Nutzer zu sperren, und behalte sich die Geltendmachung weiterer Ansprüche vor.

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