Stimmen im Schmelztiegel
Interview mit Tobias Brecklinghaus: Warum die Gaming-Industrie besonders stark auf KI-Stimmen drängt
Die Entwickler von PC- und Videospielen träumen von billigen, geklonten oder zusammengemischten KI-Stimmen, berichtet der Sprecher Tobias Brecklinghaus im Interview mit c’t.
c’t: Herr Brecklinghaus, Sie arbeiten als Sprecher für Computer- und Videospiele. Während bei der Synchronisation von Filmen KI-Stimmen noch sehr entfernt scheinen, ist man in diesem Bereich schon weiter, oder?
Tobias Brecklinghaus: Ja, dort haben sich Studios durchaus schon eine Strategie zurechtgelegt in Sachen KI. Ich weiß von einem Publisher, der einmal vorgestellt hat, wie die Zukunft des Gamings aussehen soll. Da wurde dann gezeigt, dass Menschen künftig einfach prompten können, in welcher Umgebung sie was spielen möchten, welche Charaktere sie dort gerne hätten, auf wie vielen Ebenen das Ganze laufen soll und so weiter. Also eine Gameswelt, die man sich selbst erschafft.