Werkzeugschau
Womit sich Server-Admins beschäftigen sollten
Wer erstmals selbst Serverdienste betreiben will, muss sich früher oder später mit ungewohntem Handwerkszeug auseinandersetzen. Wir geben einen Überblick, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt, und im Notfall keine unliebsamen Überraschungen erleben.
Ein verbreiteter Witz lautet: Es gibt keine Cloud, das sind nur die Computer von jemand anderem. Der Spruch enthält einen wahren Kern; mit einem eigenen Server sorgen Sie dafür, dass es wieder (oder erstmals?) Ihre eigenen Computer sind, auf denen Ihre Dienste laufen – oder zumindest Computer, die Sie kontrollieren. Aber obwohl Server auch bloß Computer sind, gibt es einige Unterschiede im Vergleich zu PCs oder Laptops, mit denen Sie sich vertraut machen sollten, wenn Sie unter die Selbst-Hoster gehen.
Kopflos auf der Kommandozeile
Der vielleicht wichtigste Unterschied: Server betreibt man meistens „headless“, also ohne Kopf. Damit ist gemeint, dass in der Regel kein Monitor und keine Eingabegeräte an das System angeschlossen sind und dass auf ihm keine grafische Desktopumgebung installiert ist – schlicht, weil es keinen Grund dafür gibt. Auf einem rund laufenden Server arbeitet man nicht direkt und wenn ein Server mit Problemen kämpft, will man möglichst simple und direkte Zugriffsmethoden, die kaum in Mitleidenschaft gezogen werden können.