Unterwegs mit dem neuen BMW M5
Bei Bedarf komfortabel
Wer das Fahrwerk per Knopfdruck auf Comfort einstellt und ein komfortables Fahren erwartet, wird nicht enttäuscht. Sanft wie keiner seiner Vorgänger bügelt der M5 über den Asphalt. Bei „Sport“ geht es dann spürbar härter zur Sache, die Wankneigung des 1945-Kilogramm-Wagens nimmt deutlich ab. Auf der Rennstrecke des Ascari Race Resort muss es dann natürlich „Sport Plus“ sein. Seitenneigung leistet sich der Bayer jetzt nicht einmal mehr in der flott gefahrenen Spitzkehre, Unebenheiten werden nun gnadenlos weitergereicht.
Variable Lenkung
Bei der Lenkung ist es ähnlich: Comfort eignet sich gut zum Einparken in der Stadt, Sport für den Rest – außer, der Fahrer will es auf der Rennstrecke krachen lassen. Dann schadet auch Sport Plus nicht. Was dabei auffällt, ist die enorme Spreizung: Während in der Comfort-Stellung kaum Kraft zum Lenken aufgewendet werden muss, aber dafür vom Lenkgeschehen auch seltsam entkoppelt ist, ist der Sport-Plus-Modus ein Ausbund an Direktheit und Rückmeldung.
Weniger Zylinder, mehr Leistung
Der neue V8-Biturbo mit Twin-Scroll-Technik ist mit 560 PS der leistungsfähigste Serienmotor, der je unter der Haube eines BMW untergebracht wurde. Die 4,4-Liter-Maschine löst den vielfach ausgezeichnete Zehnzylinder des Vorgängers ab. Der neue V8 bringt zehn Prozent mehr Leistung mit, 680 Nm bedeuten einen Drehmomentzuwachs von 30 Prozent. Der Verbrauch soll gleichzeitig um 30 Prozent runtergegangen sein.
Beim Cruisen über die Landstraße fällt das niedrige Laufgeräusch auf. Ein leises, kerniges Grundbrummen bleibt stets im Hintergrund. Gibt der Fahrer dagegen heftig Gas, grollt es aus dem Motorraum.