Der neue BMW 5er: Erste Ausfahrt mit 530d und 535i

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Die Fahreigenschaften des 535i gefallen uns ausgesprochen gut: Der 306-PS-Motor ist eine neu entwickelte Maschine: Erstmals sind in diesem Dreiliter die Technologien TwinPower-Turbo, Benzindirekteinspritzung und die variable Ventilsteuerung Valvetronic vereint. In der Praxis heißt das: Kraft von unten heraus, ein unbändiger Durchzugswille und Power bei fast jeder Drehzahl. Das maximale Drehmoment von 400 Nm liegt zwischen 1200 und 4000 Touren an. Wir sind froh um die Halt gebenden Komfortsitze unseres Testwagens, denn der Vortrieb der Maschine lässt die Lehne deutlich im Rücken spüren. Dabei haben die Sounddesigner ganze Arbeit geleistet: Bei Vollgas-Sprints klingt der Antrieb richtig schön satt und kernig, ist aber keinesfalls aufdringlich oder gar laut.

Trotz aller Dynamik soll der Durst des Sechszylinders gegenüber dem Vorläufer nochmals gesunken sein: Ein Durchschnittsverbrauch von 8,4 Liter für die Automatikvariante und ein CO2-Ausstoß von 195 Gramm pro Kilometer stehen der großen Limousine gut zu Gesicht. Um diese Werte zu erreichen, sind auch beim 535i Zutaten aus dem EfficientDynamics-Regal an Bord: Es gibt rollwiderstandsoptimierte Reifen und eine automatische Luftklappensteuerung. Nebenaggregate wie die Servopumpe der Lenkung oder die Kühlmittelpumpe werden nur dann mit Strom versorgt, wenn sie auch wirklich welchen brauchen. Auch die Bordnetzrekuperation kommt zum Einsatz, sie sorgt gezielt beim Verzögern für das Nachladen der Batterie. Neu ist, dass dieser Vorgang dem Fahrer in Verbindung mit der bekannten Momentanverbrauchsanzeige im Drehzahlmesser angezeigt wird.

Richtig stark geht ebenfalls der 530d ab, dessen Dreiliter-Maschine 245 PS liefert. Satte 540 Nm werden zwischen 1750 und 3000 Umdrehungen auf die Kurbelwelle geschickt. Der Sprint auf Tempo 100 gelingt in 6,3 Sekunden, die Spitze ist mit Automatik bei 250 km/h erreicht. Der Durchschnittsverbrauch soll bei 5,2 Liter liegen, entsprechend einer CO2-Emission von 160 g/km. Allerdings ist der Sound des Selbstzünderantriebs nicht ganz so schön klangvoll in den Ohren wie der des Benziners: Er ist ebenfalls akustisch präsent, aber der Benziner klingt einfach aufregender.