Das stärkste Serien-Hybrid-Fahrzeug im Test: Lexus LS 600h
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Leichter Lenker
Die Servolenkung des LS 600h L arbeitet geschwindigkeitsabhängig mit variabler Lenkübersetzung. In den Außenbereichen verhält sich die Lenkung ausreichend hart, der Wagen lässt sich gut um die Ecken führen. In der Mittellage ist das Lenken allerdings eine ausgesprochen weiche Angelegenheit. Die Bezeichnung „schwammig“ wäre nicht korrekt, da eine Drehung des Lenkrads eine präzise Änderung der Stellung der Fronträder nach sich zieht. Aber man braucht erschreckend wenig Kraft, um das Steuerrad zu bewegen.
Spitze der Hybrid-Technologie
Was mit dem Hybrid-System des Toyota Prius begann, findet jetzt bei der Toyota-Tochter Lexus im LS 600h L zur bislang höchsten Hybrid-Technologie-Stufe. Die japanischen Ingenieure halten ihn für das technisch anspruchsvollste Serienfahrzeug der Welt. Ein Rekord ist dem LS 600h L jedenfalls sicher: Mit einer Gesamt-Systemleistung von 327 kW (445 PS) ist er der weltweit stärkste Hybrid. Der V8-Motor leistet 290 kW (394 PS), der Elektromotor steuert 135 kW (224 PS) bei. Dabei schnurrt der Fünfliter-V8 520 Newtonmeter an die Kurbelwelle, während der Elektromotor 300 Newtonmeter an den Rotor bringt. So gerüstet meint Lexus, die Leistung eines V12 beim Spritverbrauch eines V6 erreichen zu können. Leistung und Kraft liegen laut Lexus gleichzeitig im Maximum an, wenn die Batterie voll ist. Der Verbrennungs- und der Elektromotor laufen problemlos mit unterschiedlichen Drehzahlen zum gleichen Zeitpunkt.