"VW hat die Nation betrogen!"
Die Händler erhalten Zinsen bei der Hausbank erlassen, auch für neue Kredite. Es werden die jeweils maximalen Boni bezahlt für jedes verkaufte Auto, laut Horn "bis zu 1500 Dollar" pro Stück. Ausstände der Händler gegenüber VW USA werden bis auf Weiteres gestundet. Die Verkaufsziele sind bis auf Weiteres aufgehoben. Und es gibt einen Notfall-Pool, aus dem Händler nach Rücksprache mit VW USA Sondermaßnahmen finanzieren können. Es folgt später die Frage, ob VW USA Kunden, die den Diesel nicht mehr fahren wollen, bis zur Behebung des Problems Mietwagen anbieten wolle. "Nein, eher nicht. Aber die Händler könnten solche Methoden nach eigenem Ermessen für Einzelfälle aus dem Pool finanzieren."
Was ist mit der bisherigen Verschmutzung der Autos?
Hier antwortet Horn mit einer Relativierung, dem Anteil an den NOx-Ausstößen in ganz Amerika, die nach seiner Rechnung im Promille-Anteil liegen. Er bemerkt selbst, wie sich das anhört und fügt eilig dazu, dass er den Schaden nicht kleinreden wolle.
Nach vielen Fragen zum Wie und Was, die bereits vorher ausführlich diskutiert wurden, fragt ein Abgeordneter Horn, ob er persönlich gekränkt sei von diesem Skandal. Antwort: "Ja." Er arbeite seit 25 Jahren bei Volkswagen und habe nie erwartet, dass so etwas Teil der Firmenkultur sein könne. Auf Folgefragen gibt er zu Protokoll, dass die Betrugsmaßnahme "keine Konzernentscheidung" sei, sondern "das waren ein paar Software-Entwickler, aus welchen Gründen auch immer". Auf Folgefragen à la "Wie kann es sein, dass kein Manager etwas gewusst haben soll?" muss Horn zugeben: "Ich stimme zu, dass das schwer zu glauben ist."