Kommunalpolitik
Der Zylinderkopf ist ebenfalls aus einer Aluminiumlegierung gegossen und trägt, wie gewohnt, vier Ventile pro Zylinder. Kerzen und Einspritzventile stehen zentral im „V“ der Ventile. Beide Nockenwellen wirken über reibungsarme Rollenschlepphebel auf das Ventil und stützen sich im Kopf auf ein Hydroelement zum automatischen Ventilspielausgleich ab. Beide Nockenwellen sind mit einem Phasensteller zur Anpassung der Steuerzeiten ausgestattet, zusätzlich kann der Hub der Einlassventile über eine Exzenterwelle und Zwischenhebel variiert werden, Pumpverluste wie bei einer Regelung durch eine Drosselklappe fallen dadurch weg. Zudem kann mit den frei variablen Steuerzeiten gezielt Scavenging betrieben werden, also eine erweiterte Ventilüberschneidung zur besseren Füllung der Zylinder bei niedriger Drehzahl. In der neuen Generation wurden die Einbaulage von Nockenwelle und Exzenterwelle vertauscht. Dadurch liegen die Zwischenhebel in einem flacheren Winkel, was gegenüber dem Vorgängermotor vor allem Bauhöhe sparen hilft. Allerdings gerät der Kopf dadurch etwas breiter. Wie bisher wird die Benzinpumpe von einem Zusatznocken auf der Auslassnockenwelle angetrieben.
Verkleinerte Brennräume unter einem verbreiterten Kopf
Fortschritte im Detail wurden auch erzielt durch die Umgestaltung des Brennraums. Er konnte kompakter gestaltet werden nachdem es gelungen war, die Einspritzstrahlen zu verkürzen. Durch eine vergrößerte Kolbenmulde und ein verkleinertes, aber höheres Brennraumdach entsteht eine ausgeprägte Quetschkante. Durch diese Maßnahmen lässt sich bei einer im ein bar auf 11:1 heraufgesetzte Verdichtung die Verbrennung sicher (klopffrei) beherrschen und dabei die Effizienz der Verbrennung durch ein homogeneres Gemisch verbessern. Wohlgemerkt handelt es sich hier um einen aufgeladenen Motor. Gleichzeitig sinkt durch die Konzentration der Verbrennung auf einen kleineren Raum der Partikelausstoß.
Eine Besonderheit bei den Dreizylinder-Varianten stellt die Ausführung des Turbinengehäuses einiger Varianten in Aluminium dar. Bei den Vierzylindermotoren wird weiterhin ein Stahlgehäuse verwendet, weil in ihm die Auslasskanäle für die Zylinder eins und drei sowie zwei und vier getrennt geführt werden, um ein ähnlich gutes Ansprechverhalten wie beim Dreizylinder erreichen zu können. Bei BMW heißt das „Twinscroll“. Gusstechnisch sind zwei Kanäle jeweils mit Wassermantel zu diffizil. Diese Geschichte haben wir abgetrennt und hier veröffentlicht. (fpi)