Kommunalpolitik

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Das waren bis vor Kurzem noch für Dieselmotoren typische Drehzahlbereiche. Selbst die Hochleistungsvariante des Dreizylinders für den BMW i8 mit 113,3 kW/l erreicht seine Leistung von 170 kW schon bei vergleichsweise niedrigen 5800/min. Dieses Downspeeding geht allerdings nicht mit einer lustfeindlichen Beschränkung auf niedrige Drehzahlen einher. In Kundenhand bieten die Motoren Elastizität und Leistung schon bei niedriger Drehzahl, denn der Bereich höchster Leistung wurde zwar nach unten erweitert, er reicht aber dennoch wie gewohnt bis 6000/min.

Das Zylinderkurbelgehäuse aus Aluminium wird nun in „Closed Deck“-Bauweise gegossen, also mit einem massiven Abschluss zwischen Gehäuseaußenwand und Zylindern. Darin befinden sich Durchtritte fürs Kühlmittel. Beim Vorgänger „N43“ standen die Zylinder noch frei. BMW nutzt die gute Wärmeleitfähigkeit des Leichtmetalls, indem die Zylinderlaufbahnen nicht als Laufbüchsen eingesetzt werden. An ihrer Stelle dient eine im Lichtbogen aufgeschmolzene und flüssig auf die Zylinderwand gespitzte Beschichtung aus einer harten Eisenlegierung als Gleitbahn für die Aluminiumkolben. Die nach ihrer Nachbearbeitung nur 0,3 Millimeter messende Schicht behindert den Wärmetransport viel weniger als konventionelle Graugussbuchsen, zudem soll sie Reibungsverluste senken helfen. Das Kurbelgehäuse ist weit über die Kurbelwellenebene hinabgezogen ("deep skirt") und trägt auch die Gehäuse für die Ausgleichswellen. An diese Schürze wird die ebenfalls aus Aluminium bestehende Ölwanne geschraubt.

Die Kurbelwellen bestehen, wie üblich, aus geschmiedetem und an den Lagerstellen induktiv oberflächenvergütetem Stahl. Im Vierzylinder trägt die hinterste Kurbelwange ein Antriebszahnrad für die beiden Ausgleichswellen, beim Dreizylinder liegt der Antrieb für seine eine Ausgleichswelle dagegen vorn. Die geschmiedeten Stahlpleuel tragen eine Bronzebüchse im Auge und ein unteres Dreistofflager. Das im Querschnitt nach oben trapezförmig verjüngte Pleuelauge erfordert nur eine schmale Ausnehmung im fast ebenen Kolbenboden, was dessen Stabilität erhöhen hilft. Die Kurbelwelle läuft in Aluminium-Zweistofflagern, deren obere Hälfte in den lagerstühlen im Zylinderkurbelgehäuse liegen, ihre Unterseiten in von unten angeschraubten Kurbelwellenlagerdeckeln.