Unter Erfolgsdruck
Ein Kritikpunkt betrifft die Bedienung der Assistenzsysteme, für die man sich durch die Menüs arbeiten muss. Schon in der mittleren Ausstattung sind ein Notbrems- und ein Spurhalteassistent serienmäßig, ebenso ein Müdigkeitswarner und eine Verkehrszeichenerkennung. Nur für die Topversion lieferbar sind darüber hinaus ein Totwinkelwarner und ein automatischer Einparkassistent für Quer- und Längslücken.
Die Motorenpalette besteht ab Februar 2014 aus alten Bekannten und Neuzugängen. Auf der Benzinerseite bildet ein 1,2-Liter-Turbo mit 115 PS die künftige Basis, im Sommer soll sich ein aufgeladener 1600er mit 150 PS dazugesellen. Überarbeitet wurden die Diesel: Hier markiert der 1,5-Liter mit 110 PS den Einstieg, darüber rangiert ein 1,6-Liter mit 130 PS. Nur für ihn gibt es eine stufenlose Automatik (eines der besseren CVT-Getriebe auf dem Markt, dennoch ein Fall für Fans) und optionalen Allradantrieb, den bisher nur etwa 20 Prozent der Kunden wählten.
Bis jetzt noch unaufgeregt motorisiert
Wir beginnen unsere Testfahrt im neuen Qashqai mit dem kleinen Benziner. Ein unaufgeregter Motor, der aber unter 2000 Touren nur sehr sachte anschiebt. Eine weitere Temperamentbremse ist der lang übersetzte sechste Gang. Für Wenigfahrer und Sparfüchse kann der 1,2-Liter-Motor interessant sein, unsere erste Wahl ist jedoch der 110-PS-Diesel. Er geht laufruhig und ausreichend spritzig zu Werke. Zwar bremst auch ihn die lange Getriebeübersetzung, doch die 260 Nm maximales Drehmoment können auch oberhalb von (akustisch dezenten) 130 km/h noch zulegen. Allzu rasant sollten Überholmanöver dennoch nicht angegangen werden. Eine Überraschung liefert der Verbrauch: Zwar verspricht Nissan eine Drei vor dem Komma, doch sind auch unsere abgelesenen 4,6 Liter sehr respektabel. Möglich macht es unter anderem ein serienmäßiges Stopp-Start-System.