US-Abwrackprämie: Kunden stürmen die Autohäuser
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Hauptsache billig
Die grandiosen Zulassungszahlen, welche die deutsche Abwrackprämie ermöglicht hat, kann das US-Pendant bisher nicht bewirken. Das liegt zum einen an der relativ zum Fahrzeugbestand erheblich geringeren Fördersumme – nach einer Woche war wie gesagt schon Schluss. Vielleicht spielt dabei auch eine Rolle, dass die Finanzsituation vieler Privathaushalte in den USA ausgesprochen prekär ist: Genügend Bares auf der hohen Kante zu haben, ist bei Amerikanern fast schon unüblich, die Finanzierung auf Kredit tief verwurzelt. So nutzen die US-Bürger die Abwrackprämie in der Regel auch nicht dazu, sparsamere Autos zu kaufen. Offenbar fördert das Programm in Amerika gewohnte Kaufmuster: Preisgünstig muss das Auto sein, das spricht zumindest vorläufig gegen einige deutsche Marken. Insofern kann man Kritiker verstehen, die fürchten, dass durch die US-Abwrackprämie nur eine Spritschleuder gegen die andere eingetauscht wird. (Mit Material der dpa)
(ggo)