US-Abwrackprämie: Kunden stürmen die Autohäuser
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Milliarden-Nachschub
Insofern ist jetzt vielleicht etwas mehr Gelassenheit zu erwarten, denn das Repräsentantenhaus hat am vergangenen Freitag weitere zwei Milliarden zum Abwracken bewilligt – der Senat muss die Entscheidung noch bestätigen. Nach ursprünglich 250.000 wird das Geld demnach für etwa 750.000 neue Autos reichen, noch immer nur halb so viel wie in Deutschland.
Deutsche profitieren wenig
Wie hierzulande wirkt sich die Prämie natürlich auch auf die Absatzzahlen aus, die in den USA katastrophal eingebrochen waren. Bemerkenswert ist dabei, dass offenbar ökologische Erwägungen kaum eine Rolle spielen, auch wenn detaillierte Auswertungen bisher fehlen. Ford konnte im Vergleich zu Juli 2008 um 2 Prozent zulegen, GM seinen Rückgang auf -19 Prozent „eindämmen“, Im Juni hatte das Minus noch bei 34 Prozent gelegen. Chrysler muss zwar ein Minus von 19 Prozent verkraften, im Juni hatte es aber mit -42 Prozent noch viel schlimmer ausgesehen. Diese relativen Steigerungen deuten darauf hin, dass ähnlich wie in Deutschland die Ausstellungsräume leergekauft werden.
Die deutschen Hersteller haben bisher offenbar wenig von der Abwrackprämie, was möglicherweise mit den höheren Grundpreisen zusammenhängt. Volkswagen konnte zwar um 0,7 Prozent auf 20.590 Wagen zulegen, doch bei Daimler (-24 %), Porsche (-47 %) und Audi (-6 %) ging es abwärts, wenn auch weniger steil als zuletzt. Unerfreulich war die Entwicklung zuletzt für BMW (ohne Mini) mit 27 Prozent weniger verkauften Autos im Vergleich zu Juli 2008. Nordamerika-Chef Jim O´Donnell konnte keinen Profit durch die Abwrackprämie erkennen. Toyota konnte einen „signifikanten Schub“ durch die Abwrackprämie erkennen, konnte seinen Rückstand im Juli im Vergleich zum Vorjahr auf -11 Prozent verringern.