Spannung erleben: Unterwegs im Mini E mit Elektroantrieb
Seite 3: Spannung erleben: Unterwegs im Mini E mit Elektroantrieb
Guter Durchzug
Lässt man den Wagen per Startknopf an, passiert, wie eingangs erwähnt, akustisch rein gar nichts. Ich gebe ganz vorsichtig per Gaspedal den Energiefluss frei – und noch immer passiert nichts. Erst als ich das Pedal ein bisschen weiter trete, rollt der Mini ausgesucht sanft an. Wollen man möglichst flott von der Ampel wegspurten, legt der Brite immer diese kurze Gedenksekunde ein, bevor er losschießt. Das Schöne und Elektromotor-typische: Das volle Drehmoment von 220 Newtonmetern liegt ab der ersten Umdrehung an. In 8,5 Sekunden ist Tempo 100 erreicht. Und auch auf dem Freeway bei 105 km/h hat der Wagen noch Reserven, zuckt beim Tritt aufs Gaspedal. Zu hören sind jetzt ein leises Rotor-Säuseln und etwas lauter unsere Reifen, die Windgeräusche und das Brummen der uns umgebenden Pick-ups. Auf 100 Kilometer verbraucht der Mini im Schnitt 12 Kilowattstunden Strom. Zum Vergleich: Ein Liter Diesel hat einen Energiegehalt von circa 10 Kilowattstunden, ein Liter Normalbenzin von rund 8,2 kWh und Super um die 8,6 kWh.
Ein Vorwärtsgang genügt
Rein äußerlich unterscheidet sich die Schaltgasse des Elektro-Mini nicht von der einer normalen Automatik: Die Stellungen "P", "R", "N" und "D" warten auf Aktivierung. Aber für die Vorwärtsbewegung hat der Mini E nur einen einzigen Gang zu bieten. Der günstige Drehmomentverlauf des Elektromotors macht eine Schaltung mit mehreren Vorwärtsgängen überflüssig.