S 400 BlueHybrid: Mercedes verrät Details zum sparsamen Luxusliner
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Sanftes Anspringen und ruckfreies Rangieren
Weil der Motor praktisch sofort anspringt, werden in der Startphase Emissionen minimiert, erläutert der Hersteller. Auch die beim Starten mit einem herkömmlichen Anlasser unvermeidbaren Erschütterungen des Fahrzeugs werden auf ein Minimum reduziert. Beim Wenden und Einparken wird die Start-Stopp-Automatik deaktiviert, sodass die Fahrmanöver ohne störenden Motorstopp absolviert werden können. Auch im Stand kann man ohne Probleme lenken, weil die Servopumpe der Lenkung elektrisch angetrieben wird. Auch die Klimaanlage läuft normal, da der Kältemittelverdichter ebenfalls elektrisch arbeitet. Beide Systeme arbeiten daher auch bei abgestelltem Verbrennungsmotor.
EnergierĂĽckgewinnung beim Bremsen
Bei der Verzögerung des Fahrzeugs arbeitet der Elektromotor als Generator und wandelt durch Rekuperation die Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Der Elektromotor verstärkt dabei die Motorbremse des Verbrennungstriebwerks in zwei nahtlos ineinander übergehenden Schritten: In Stufe eins, beim Schubbetrieb ohne Betätigung des Bremspedals, arbeitet die E-Maschine wie ein Generator und beginnt mit der Rekuperation. Stufe zwei setzt ein, sobald der Fahrer die Bremse leicht betätigt: Dann wird die Generatorleistung proportional erhöht, was der Fahrer als stärkere Verzögerung wahrnimmt. Erst bei höherem Pedaldruck werden zusätzlich die Radbremsen aktiviert.
Bremsen werden geschont
Auf diese Weise kann einerseits mehr elektrische Energie erzeugt und andererseits das hydraulische Bremssystem geschont werden. Die durch Rekuperation gewonnene Energie wird in der Akkueinheit gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. Das Management des komplexen Systems übernimmt ein Hochleistungs-Steuergerät, das wie die Akkus im Motorraum eingebaut ist.