Opel Astra Sports Tourer: Unterwegs im Erben des Caravan

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Ab der Version Sport gibt es das FlexFold-Sitzsystem. Dabei lassen sich die Sitze mit einem Handgriff umlegen: Entweder man löst die Arretierung von der Fondtür aus oder man betätigt von der Heckklappe aus einen der beiden Knöpfe. Daraufhin sausen die Sitzlehnen herunter und bilden einen gut nutzbaren Ladeboden. Wer Wert auf 100-prozentige Ebenheit legt, kann vor dem Umklappen die horizontalen Sitzpolster nach vorn klappen. Ist noch ein Quäntchen mehr Ladevolumen nötig, kann man sie auch ausbauen.

Auch für die Laderaumabdeckung hat sich Opel etwas einfallen lassen. Bei mancher Schräghecklimousine ist diese über eine Schnur an der Heckklappe befestigt, sodass sie beim Öffnen mit nach oben schwingt. Beim Astra ST lässt sich mit der Option EasyAccess ein ähnlicher Effekt erreichen, indem man das Rollo von unten her antippt. Dann gleitet das hintere Ende der Abdeckung nach schräg oben, und kleinere Gepäckstücke lassen sich gut einladen. Muss Großes verstaut werden, tippt man das Rollo von oben her an – dann fährt es automatisch in die Kassette ein. Letztere nervt bei den allermeisten Kombis ziemlich. Will man sie nach dem Sitz-Umklappen entfernen, sperrt sich die Strebe, und man bekommt das Bauteil nur schwer aus dem engen Auto. So war es auch beim alten Astra Caravan. Die neue Kassette dagegen lässt sich einfach entnehmen, sie ist angenehm leicht, und man kann sie diagonal unter dem Ladeboden verstauen.

Das neue Sitzsystem ist gut. Optimal wäre aus unserer Sicht eine Lösung aus wie im Mercedes C-Klasse T-Modell: Dort klappt die lästige Kassette beim Umlegen der Fondsitze einfach mit nach vorne – so ist sie ein für alle Mal aus dem Weg.