Neuvorstellung Honda Civic
Versprochen werden eine Kompatibilität mit den Betriebssystemen iOS (ab 8.4) und Android (ab 5.0), der kleine Rest geht leer aus. Das Werksnavigationssystem entstand in der Zusammenarbeit mit Garmin, Updates für das Kartenmaterial soll es fünf Jahre kostenlos geben – ein Trend, der Nachahmer finden sollte und hoffentlich nicht dazu führt, die Updates ab dem sechsten Jahr besonders heftig zu bepreisen. Sehr gut an diesem Werkssystem gefällt uns, dass Verkehrsinformationen in Echtzeit und eine kabellose Ladefunktion für Handys dazugehören. Wir sind gespannt, was Honda für das gesamte System verlangen wird.
Die Helfer
Unvermeidlich für ein brandneues Auto scheint ein buntes Allerlei an Assistenten. Je nach Ausstattung bremst der Civic bei einer drohenden Kollision allein, greift in die Lenkung ein, um den Wagen in der Spur zu halten, es gibt einen Abstandtempomat, Verkehrszeichenerkennung, die auch auf Tempolimits reagiert, Toten-Winkel-Warner, Ausparkassistent. Das alles ist nicht neu, in dieser Klasse aber auch längst noch kein Standard.
Ungewöhnlich sind dagegen zwei Ideen, die unseres Wissens in diesem Segment sonst noch niemand hatte. Ein Assistent sagt einen Wechsel von anderen Verkehrsteilnehmern auf die eigene Spur voraus. Das wird nur auf der Autobahn einigermaßen zuverlässig funktionieren. Genaueres zur Funktionsweise verrät Honda (noch) nicht. Wir vermuten, dass über die Kamera der Abstand von zwei Fahrzeugen auf der Nebenspur permanent geprüft wird. Verkleinert er sich zügig, wird ein baldiger Wechsel des Hintermanns vorausgesagt. Die zweite Idee betrifft umschaltbare Außenspiegel. Beim Rückwärtsfahren kann er zwischen 130 Grad Sichtwinkel in Normalansicht, 180 Grad in Weitwinkelansicht oder einer Top-Down-Sicht wählen.
Neue Motoren
Komplett neu sind die Motoren, wobei Honda den eigenwilligen Weg des Hochdrehzahlkonzepts verlassen hat. Wer den bisherigen Basismotor mit 100 PS kennt, wird sein Ende kaum bedauern. Erst bei 4800/min lag das maximale Drehmoment von 127 Nm an. Wer flott voran kommen wollte, mussteLi den kleinen Vierzylinder also ordentlich treiben. Der drehte zwar ganz gern, ohne dass das allerdings zu flinken Fahrleistungen verholfen hätte. Gegen aktuelle Konkurrenten mit ähnlicher Leistung, also Beispiele seien hier nur Opel Astra und Ford Focus genannt, wirkte der Basis-Civic gehemmt, was zum Image einer sportlichen Marke nicht so recht gepasst hat. Die neue Basis ist nun ein aufgeladener Dreizylinder mit 129 PS. Wichtiger als dessen nominelle Leistung erscheint uns, dass er im Maximum mit 200 Nm deutlich mehr Drehkraft aufbieten kann. Honda verrät allerdings noch nicht, bei welcher Drehzahl. Auch der Verbrauch im NEFZ ist noch ein Geheimnis. Der schwache Vorgänger war im Zyklus mit 5,4 Litern angegeben.