Mercedes F 125: Brennstoffzellen-Studie im S-Klasse-Format
Akku mit doppelter Speicherdichte
Noch in der Grundlagenforschung befinden sich zwei weitere Bestandteile des F 125!. Eine Kapazität von 10 kWh weist die Lithium-Schwefel-Batterie auf, die hinter den Rücksitzen montiert ist. Das Kofferraumvolumen beträgt 460 Liter. Durch die Kombination der Brennstoffzelle mit dem neuartigen Akku soll eine Gesamtreichweite von bis zu 1000 Kilometer möglich sein, davon 50 Kilometer batterieelektrisch. Bei der Konzeption des F 125 sind die Entwickler davon ausgegangen, dass derartige Akkuzellen bis zum Zeitpunkt eines Serieneinsatzes eine Speicherdichte von 350 Wh/kg erreichen. Das entspräche in etwa einer Verdopplung der Leistungsfähigkeit aktueller Li-Ion-Akkus. Allerdings räumt Daimler ein, dass die realen Potenziale dieser Technologie "noch schwer abschätzbar" seien.
Neuartiger Wasserstoffspeicher
Ein weiterer, so noch nicht serienreifer Bestandteil des F 125! ist der Wasserstofftank. Hier setzt Mercedes auf einen "strukturintegrierten Wasserstoff-Verbundspeicher", mit dem das Reservoir vollständig in die Karosseriestruktur integriert werden kann. Damit würde das Platzangebot nicht eingeschränkt. Rund 7,5 Kilogramm Wasserstoff kann der in die Bodengruppe integrierte Verbundspeicher aufnehmen. Verglichen mit den heute verwendeten Hochdruckspeichern beansprucht die neue Tankform weniger Raum. Der Grund: Um dem Druck von bis zu 700 bar standzuhalten, müssen heutige Tanks zylindrisch geformt sein, und aufgrund des runden Querschnitts ergeben sich ungenutzte Hohlräume zwischen den Zylindern. Im Gegensatz dazu können Feststoffspeicher, die sich mit einem Druck von 30 bar oder weniger befüllen lassen, besser in die Karosserie integriert werden. Dabei können sie gleichzeitig als "mittragende" Komponenten dienen. (imp)