Little Brother

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Die Fahrerversion des Boxster fängt also bei 51.563,50 € an, also in etwa auf dem Niveau des BMW Z4 mit Reihensechser. Die S-Version beginnt mit PTV bei 62.511,50 €. Kradisten werden dieses Geld als Investition in ein Erstauto ansehen, denn ein Boxster taugt erstaunlich gut im Alltag. Er ist nicht zu groß, er hat einen vollen Beifahrersitzplatz, und er trägt erstaunlich gut Gepäck. Lassen Sie sich nicht von den reinen Literwerten ablenken, der vordere Kofferaum ist in seiner Form so, dass je nach Formfaktor ein paar Getränkekisten reingehen, der flachere hintere Kofferraum eignet sich für weiches Gepäck wie zum Beispiel den Resteinkauf. Dazu kommt ein erfreulich geringer Teillastverbrauch.

Der Boxster, dieser einzige elegante Porsche seit dem Carrera GT, weht Fahrfreunde mit echter Tragik an: Wieso darf er nicht so gut sein, wie er sein könnte? Kunden kaufen den 911 wegen seiner Einzigartigkeit. Lasst die Mittelmotoren doch an ihm vorbeifahren! Echten 911er-Freunden wird es keine schlaflosen Nächte bereiten, wenn ein anderes Porsche-Konzept ein paar Zehntel früher über die Ziellinie fährt. Das Erstaunlichste ist jedoch: Der grenzgeniale Boxster S ist das, was herauskommt, wenn Porsche etwas absichtlich schlechter macht. Eines Tages kommen sie vielleicht zu sich und stellen den Boxster-Fahrfreunden den Carrera GT des kleinen Mannes hin. Toby wird der erste Käufer. Ich der zweite. (cgl)