Dynamische Stagnation

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Denn: Während ein reiner Verbrenner immer ausschließlich und grundsätzlich auf Erdöl angewiesen ist, besteht hier die Möglichkeit, weite Strecken lokal emissionsfrei zu fahren und wenn der Kraftwerksmix in Richtung erneuerbar geht, wird die Sache auch noch ökologisch immer sinnvoller.

Stellt sich noch die Frage nach dem Sport: Kann Hybridantrieb wenigstens einen Rennwagen schneller machen? Der Gewichtsnachteil durch die Batterien spricht ja nicht zwangsweise dafür. Und siehe da, es gibt auch ein konkretes Fahrzeug, an dem wir das testen konnten: Der Porsche 918 Spyder ist ein wunderbares Beispiel für konsequente Umsetzung der Plug-In-Hybrid-Idee. In unterschiedlichen Fahrmodi hat man Gelegenheit, sich den Eigenheiten der Technik zu nähern. Wir haben das auf der Rennstrecke ausprobiert: Die Konkurrenz war namhaft. Unter anderen: Ferrari F12 Berlinetta, McLaren 650 S Spider, Lamborghini Huracan LP 610-4. Der Porsche war der Beste und der Schnellste, aber nicht länger als drei Runden, dann rückten ihm die anderen schnellsten Sportwagen ordentlich an die Pelle. Wenn die Batterie leer ist, wird ihm sein etwas höheres Gewicht zum Verhängnis. Nur im Modus „Hot Lap“, wo, kurz gesagt, alle Systeme auf Vollgas stehen und die Batterie leergesaugt wird, bringt er auch die Leistung, mit der er allen anderen wirklich voraus ist. Im Race-Hybrid-Modus, in dem er ohne Rücksicht auf den Spritverbrauch aber in elektrischer Balance agiert, ist er zwar dauerhaft vorne mit dabei, aber nicht mehr unschlagbar. Auch hier befinden wir uns also bestenfalls auf dem halben Weg in eine erquickliche Zukunft.

Deshalb: ZurĂĽck zur Theorie. Weit mehr Energie als ein Motor in Form mechanischer Leistung zur VerfĂĽgung stellt, entschwindet als Hitze durch alle Ritzen und ĂĽberwiegend durch den Auspuff. Warum setzt man nicht dort noch einmal an, wo das Potenzial ja riesig ist?