GM, Ford und Chrysler vor dem US-Senat

Seite 2: GM, Ford und Chrysler vor dem US-Senat

Inhaltsverzeichnis

Derzeit ist dort ein YouTube-Video zu sehen, das die Forderungen von General Motors nach finanzieller Unterstützung öffentlichkeitswirksam unterstützen soll. Unterlegt mit dramaturgisch passender Musik wird dem Betrachter ein Schreckensszenario für den Fall nahegebracht, dass der Automobilindustrie das Geld ausgehen sollte. Am Ende steht das Statement „Uns kann jetzt mit 25 Milliarden Dollar geholfen werden, oder die Gesellschaft verliert in den nächsten drei Jahren 156,4 Milliarden durch geringere Steuereinnahmen, Arbeitslosigkeit und mangelnder Gesundheitsversorgung – rufen Sie Ihren Kongressabgeordneten an oder schreiben Sie ihm…“

Endloses Scheitern
In der Politik wird derweil mit zunehmender Härte Klartext gesprochen. So fragte der Republikaner Richard Shelby nach einem Bericht der Birmingham News: „Werden wir hier im Senat darum gebeten, eine stärkere und wettbewerbsfähigere Autoindustrie zu fördern, oder ein Scheitern im Markt endlos fortzusetzen?“ Später habe er bestätigt, dass seiner Meinung nach Zweiteres der Fall sei. Shelby ist Senator im Staat Alabama, wo unter anderen Honda, Hyundai und Mercedes-Benz eigene Fabriken unterhalten. Kein Wunder also, dass vereinzelt Zweifel an Senator Shelbys Motiven aufkommen und die Zeitung Huntsville Times heute die Frage stellt: „Würde jemand vom Niedergang der Big Three profitieren?“

Toyota-Modell
Die Meinungen zu dieser Frage gehen natürlich auseinander: So habe die Association of International Automobile Manufacturers (AIAM) mitgeteilt, dass der Niedergang der amerikanschen Wirtschaft heimische und ausländische Autobauer in den USA getroffen habe, ebenso wie die Händler dieser Unternehmen. David Miller, ein Management-Professor an der Universität Alabama sei der Meinung, dass ein Scheitern der Big Three wahrscheinlich kleinere, sparsamere und schlankere Unternehmen nach sich ziehen würde. „Das wäre gut für uns, aber nicht notwendigerweise für unsere ausländischen Brüder“.