Fords Sync-Show auf der CeBIT 2011

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Klimatisierung, Musik, Telefon und Navigation können über den Acht-Zoll-Touchscreen bedient werden, er ist das zentrale und auffälligste Element des Systems im Focus. Ford hat die vier Funktionsbereiche farbig gekennzeichnet, sie sind erreichbar durch ein Tippen in die jeweilige Ecke der Bildschirms, zum Beispiel rot, links unten, für Musik. Darüber hinaus sind viele Funktionen über die gewohnten Schalter und Hebel an Lenkrad und Mittelkonsole und per Sprachsteuerung bedienbar. Die unterschiedlichen Bedienmöglichkeiten sind deswegen erforderlich, weil dieser Ford ein "Weltauto" ist und die Altersstruktur der Zielgruppe sehr heterogen ist.

Das Sprachmodul hat mit dem manchmal unfreiwillig komischen Systemen der Vergangenheit nicht mehr viel zu tun, es liest Texte wie eine SMS trotz synthetischer Stimme recht überzeugend vor und gibt sich bei Sprachbefehlen sehr verständig. Das liegt zum einen am großen Wortschatz, der immerhin 10.000 Befehle in 19 Sprachen umfasst, bei den Weltsprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesische beherrscht das System sogar die unterschiedlichen kontinentalen Ausprägungen der Sprachen, zum Beispiel britisches, amerikanisches und australisches Englisch.

Außerdem verfügt es über eine gewisse semantische Intelligenz. Wer schon einmal ältere Versionen von Spracherkennungssoftware benutzt hat, kennt das: Man weiß zwar, was man will – aber nicht, wie man es dem Computer sagen soll. Sync ist in Grenzen dazu in der Lage, unterschiedliche Kommandos zu verstehen, die sich an der natürlichen Sprache orientieren. So führen zum Beispiel Befehle wie "Temperatur höher" oder "Bitte wärmer" zum selben Ergebnis. Das hat den Vorteil, dass der Fahrer kognitiv weniger belastet wird und sich besser auf das Fahren konzentrieren kann. Wie gut das tatsächlich funktioniert, konnten wir allerdings noch nicht ausprobieren.