Evolutionsforschung: der Golf VI auf dem Prüfstand

Seite 4: Evolutionsforschung: der Golf VI auf dem Prüfstand

Inhaltsverzeichnis

Unser mit DCC ausgestatteter und deshalb einen Zentimeter tiefer als der Serien-Golf liegende Testwagen fühlte sich auf den kurvenarmen Straßen Islands straff an. Dabei gibt es fühlbare Unterschiede zwischen den drei DCC-Einstellmodi Normal, Comfort und Sport. Während die Differenzen bei kurzen Stößen, wie man sie auf Wellblechpisten findet, kaum zu spüren ist, nimmt man sie bei längeren Wellen deutlich wahr. Auf den wenig kurvigen Teststrecken empfanden wir den Comfort-Modus am angenehmsten; auch er ist noch straff genug, um den Golf nie schwammig erscheinen zu lassen. Das DCC ist durchaus von Vorteil, doch den Aufpreis von 925 Euro würden wir lieber in andere Komfortextras stecken, wie etwa einen USB-Anschluss fürs Audiosystem, anklappbare Außenspiegel oder die Scheibenwischer- und Lichtautomatik.

Im Innenraum gibt es ein neues Lenkrad sowie neue Instrumente, die nun wie beim Passat CC in tiefen Röhren liegen. Außerdem sind sie nun weiß hinterleuchtet. Und schon beim Trendline werden sie ebenso wie die Luftausströmer durch Chromringe hervorgehoben. Die Horizontalleisten sind ausstattungsabhängig: Im Comfortline-Golf sind sie im Carbonlook gehalten, beim Highline sehen sie aus wie gebürstetes Aluminium, während wir den Trendline nicht zu Gesicht bekommen haben. An der Mittelkonsole fehlen die griffartigen Streben, an denen sich ängstliche Beifahrer bei allzu gewagten Fahrmanövern des Piloten festkrallen konnte – nein, ernsthaft: Ein Verlust ist das natürlich nicht. Eine andere Marginalie ist, dass die Fensterheber-Bedienelemente nun auf einer diagonalen Leiste statt horizontal angeordnet sind. Die Sitze bieten guten Seitenhalt, und zwar besonders bei den im Highline serienmäßigen Sportsitzen. Im Großen und Ganzen ist der Golf innen in der Tat edler geworden.