Evolutionsforschung: der Golf VI auf dem Prüfstand

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Obwohl es sich bei den neuen Dieseln noch um hubraumstarke Zweiliter-Motoren handelt, ist ihr Verbrauch gesunken. So liegt der schwächere Diesel mit 4,5 Liter auf dem Niveau der alten Sparversion BlueMotion. Noch sparsamer wird die neue BlueMotion-Version mit einem 105 PS starken 1.6 TDI, mit dem sie wohl im Frühjahr 2009 starten wird. Auch der stärkere Selbstzünder mit 140 PS verdient mit seinen 4,9 Liter Lob, auch wenn BMW hier vorne liegt – der etwa gleich starke 118d braucht nur 4,5 Liter.

Bei den Benzinern gibt es außer den bekannten Saugrohreinspritzern mit 1,4 Liter Hubraum und 80 PS sowie dem 102 PS starken 1,6-Liter den bekannten Direkteinspritzer 1.4 TSI in zwei Versionen: mit Turbolader und 122 PS sowie mit Kompressor und Turbo und 160 PS. Der Verbrauch der Ottomotoren liegt im Konkurrenzvergleich unterschiedlich gut. Während der Basismotor mit 6,4 Liter im Mittelfeld liegt, schneidet der 1,6-Liter-Zweiventiler mit 7,1 Liter Verbrauch schlecht ab. Schmücken kann sich VW aber wieder mit den beiden TSI, die 6,2 und 6,3 Liter benötigen. Im Vergleich zur auf dem Papier noch sparsameren Konkurrenz von BMW haben sie den Vorteil der Aufladung und dementsprechend viel Drehmoment.

Der von uns gefahrene 160-PS-TSI ist zwar zehn PS schwächer als im alten Golf, doch hat das Auto damit immer noch mehr als genug Kraft. Schon ab 1500 Touren dreht das Aggregat gewaltig auf. Das Maximaldrehmoment von 240 Newtonmeter liegt in einem breiten Drehzahlbereich an: von 1500 bis 4500 U/min. Während die meisten Golf-Modelle serienmäßig mit Fünf- oder Sechsgang-Schaltbox ausgerüstet werden, wird der große TSI zum Marktstart ausschließlich mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert.