Daimler und Evonik wollen gemeinsam Li-Ion-Batterien fĂĽr Autos bauen
Seite 3: Daimler und Evonik wollen gemeinsam Li-Ion-Batterien fĂĽr Autos bauen
Rahmenflachzelle und Baukastensystem
Fortschritte bei der Speicherung von elektrischer Energie im Auto erwarten Evonik und Daimler von dem von den Schwaben in die Kooperation eingebrachte Konzept der "Rahmenflachzelle": Diese laut Mercedes nach dem Grundprinzip eines Brennstoffzellen-Stacks konstruierte Akku-Einheit ermögliche eine standardisierte Fertigung innerhalb eines Baukastensystems. Außerdem hat Mercedes mit A- und B-Klasse zwei Baureihen im Programm, die prädestiniert für den Einbau solcher Flachzellen sind: Verschwinden diese im Sandwichboden des Fahrzeugs, bleibt das Raumangebot gegenüber dem Schwestermodell mit Verbrennungsmotor unverändert. Anfang Januar will Mercedes die mit seriennahen Konzeptautos einen Ausblick auf Hybrid-Varianten der kommenden B-Klasse geben.
Elektro-Agenda 2020
Ungeachtet der Nachteile derzeitiger E-Mobile will die Bundesregierung Deutschland zu einem "Leitmarkt für Elektromobilität" entwickeln: Bis 2020 soll eine Million Autos, die mit Strom "betankt" werden können (Plugin-Hybrid- Fahrzeuge), auf deutschen Straßen unterwegs sein. Im Verein mit den Autoherstellern stricken die Energieversorger an Lösungen für ein "Stromtankstellennetz", das eines Tages der Mineralölwirtschaft Paroli bieten können soll. In Berlin haben BMW und Vattenfall sowie RWE und Daimler entsprechende Pilotversuche gestartet.
Siehe dazu auch:
– Continental startet Produktion von Li-Ion-Batterien
– Johnson Controls-Saft entwickelt Li-Ion-Akkus für Plug-In-Hybride
– Conti beteiligt sich an japanischem Lithium-Ionen-Spezialisten
– Nissan und NEC vor der Serienproduktion von Li-Ion-Akkus
– GE investiert verstärkt in Li-Ion-Technik für Autos
– Auch Magna Steyr baut Lithium-Ionen-Akkus für Autos
– Erstes Werk für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Europa
(ssu)