BMW gegen Mercedes: Noble Kombis im Vergleich

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Gestaltung, Qualität und Verarbeitung der Innenräume bewegen sich beim 5er- wie beim E-Klasse-Kombi auf äußerst hohem Niveau. Die zwei Testwagen glänzten durch Leder und Applikationen aus Edelholz und Aluminium – allesamt natürlich aufpreispflichtig. Der Test-5er verfügte über optionale, vielfach verstellbare Komfortsitze, die diesem Namen in jeder Hinsicht gerecht werden. Das Cockpit fällt übersichtlich aus, die Mittelkonsole ist wieder leicht zum Fahrer geneigt. Das Festplatten-Navi "Professional" wird mit einem ungewöhnlich großen Monitor (über 25 Zentimeter Bildschirmdiagonale) kombiniert, kostet allerdings mindestens 3050 Euro zusätzlich. Wer das iDrive-Bedienkonzept mit dem Dreh-/Drück-Knopf neben dem Schalthebel einmal verstanden hat, findet sich in dem System zurecht. iDrive-Neulinge sollten allerdings eine gewisse Eingewöhnungszeit für die Bedienung einplanen.

Auch Mercedes setzt in der E-Klasse auf einen großen Multifunktions-Bildschirm und einen runden Controller in der Mittelkonsole. Die Logik dieses Systems unterscheidet sich nicht wesentlich von der BMW-Lösung. In Kombination mit dem 3117,80 Euro teuren Festplatten-Navi "Comand APS" weist die Armaturentafel der E-Klasse zusätzlich eine unübersichtliche Anzahl an Tasten und Schaltern auf, die leicht Verwirrung stiften kann. Die aufpreispflichtigen Aktiv-Multikontursitze des Mercedes sind auch auf langen Strecken sehr bequem. Neben den üblichen Verstellmöglichkeiten sind in diesem Fall auch die Lehnenwangen anpassbar. Die integrierte Massagefunktion soll für Entspannung während der Fahrt sorgen.

Die zwei Edellaster werden beide von Vierzylinder-Turbodiesel-Motoren angetrieben. Die 184 PS starke Zweiliter-Maschine im 520d ist der kleinste für den Touring erhältliche Selbstzünder. Das E 220 CDI BlueEfficiency T-Modell verfügt über eine 2,1-Liter-Maschine mit 170 PS. Als Einstiegsvariante ist der Motor auch mit 136 PS erhältlich. Der Mercedes nagelt beim Anlassen, wenn auch nicht aufdringlich, deutlich wahrnehmbar vor sich hin. Obwohl er mit 14 Pferdestärken weniger auskommen muss als sein Wettbewerber aus München, steht beim ihm ein um 20 Nm höheres Drehmoment zur Verfügung: Zwischen 1400 und 2800 U/min liegt es bei 400 Nm. Das macht sich bemerkbar: Souverän und durchzugsstark wird das über 1,8 Tonnen schwere T-Modell vorwärts bewegt. Lediglich bei einigen Überholmanövern würde man sich noch etwas mehr Leistung wünschen. In glatten neun Sekunden beschleunigt das Kombimodell auf Tempo 100. Bei 216 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht.