BMW X1 xDrive 28i: Unterwegs mit dem neuen Vierzylinder-Turbo
TwinScroll-Aufladung
BMW hat in den neuen Vierzylinder alles eingebaut, was derzeit Stand der Technik ist: doppelte Turboaufladung mit TwinScroll-Prinzip, Benzindirekteinspritzung sowie variable Nockenwellen- und Ventilsteuerung. Geballte Technik also, doch der Reihe nach. Das Aufladesystem des neuen Antriebs entspricht dem sogenannten TwinScroll-Prinzip, bei dem die Zylinder 1 + 4 und 2 + 3 zusammengeführt werden, um das Ansprechverhalten zu verbessern. Die Abgasströme werden dabei spiralförmig zum Turbinenrad geführt. Daraus resultiert ein besonders geringer Abgasgegendruck bei niedrigen Drehzahlen.
Reine Kopfsache
Die variable Ventilsteuerung wird bei BMW „Valvetronic“ genannt. Aufgrund einer stufenlosen Regelung des Hubs der Einlassventile macht das System die früher übliche Drosselklappe überflüssig. Die Steuerung der zur Verbrennung benötigten Luftmasse erfolgt durch die Öffnungszeiten der Ventile, Drosselverluste im Ladungswechsel werden auf ein Minimum reduziert. Die Injektoren der Benzindirekteinspritzung sind zwischen den Ventilen angeordnet und spritzen den Kraftstoff mit 200 bar in den Brennraum. Die Einspritzung in unmittelbarer Nähe zur Zündkerze soll eine gleichmäßige und saubere Verbrennung bewirken. Außerdem ermöglicht die Kühlwirkung des eingespritzten Kraftstoffs eine höhere Verdichtung. Um die Effizienz weiter zu steigern, sind zusätzlich noch eine kennfeldgeregelte Ölpumpe und eine bedarfsgerecht agierende, elektrische Kühlmittelpumpe an Bord.