8 Kilometer in 80 Sekunden
Als Elon Musk 2013 den Hyperloop vorstellte, galt der als Spinnerei. 2016 nun soll der Bau einer ersten Strecke beginnen, sagt Dirk Ahlborn von Hyperloop Transportation Technologies.
TR: Wie oft haben Sie schon gehört: Der Hyperloop ist doch wie der Transrapid, der setzt sich nie durch?
Dirk Ahlborn: Ganz selten, und auch nur in Deutschland zu Beginn des Projekts.
Nur zu Beginn? Der Hyperloop fährt zwar in einer Niedrigdruckröhre, aber angetrieben wird er von Magnetschwebetechnik, man muss wie beim Transrapid eine komplett neue Infrastruktur aufbauen.
Beim Transrapid ging es erst mal um Technologie. Man hat gesagt: Hiermit können wir schnell von A nach B kommen, und für die Umsetzung gab es dann Steuergelder. Wir dagegen sind ein Start-up. Für uns muss es als Erstes wirtschaftlich sein. Zudem wurde die Magnetschwebe-Technologie in den 30er-Jahren entwickelt. Der erste Protoyp des Transrapids stammt von 1974. Jetzt sind wir im Jahr 2015. Jeder, den wir fragen, ob wir heute besser sein können als damals, wird das wahrscheinlich bejahen. Um das Projekt umzusetzen, liefert eine Community aus mehr als 20000 Mitgliedern Ideen. Zusätzlich arbeiten mittlerweile knapp 500 Fachleute daran. Zum Team gehören auch einige Top-Firmen, etwa Microsoft oder das Schweizer Unternehmen Oerlikon. Es hat schon beim Teilchenbeschleuniger am Cern die Vakuumtechnik installiert.