Kann ich Ihnen helfen?
Digitale Assistenten breiten sich aus: Sie werden nicht nur immer klüger, 2016 werden zudem Google, Facebook und Microsoft Konkurrenz von einigen Start-ups bekommen.
Digitale Assistenten wie Google Now, Cortana oder Siri leisten schon heute Beachtliches: Wir können uns bei ihnen nach dem Wetter oder nach dem nächsten Steakhouse erkundigen; sie verwalten unsere Termine oder spielen auf Zuruf unsere Lieblingslieder ab. Laut den Marktforschern von Gartner sollen Ende 2016 zwei Drittel aller Smartphone-User in den Industrieländern täglich digitale Assistenten nutzen.
Aber der Service hat Grenzen: Bei Aufgaben ohne vorgefertigte Lösungen sind die Assistenten hilflos. Meist geben sie die Anfrage dann einfach an eine Suchmaschine weiter. Facebook will mit „M“ nun einen weitaus flexibleren Helfer schaffen. Dahinter steckt ein künstliches neuronales Netzwerk, das wie unser Gehirn durch Erfahrungen lernt, indem es die Stärke der Neuronenverbindungen laufend neu gewichtet. Wird eine Anfrage zufriedenstellend beantwortet, stärkt das die entsprechenden Verbindungen im künstlichen Gehirn. Man kann das mit dem Erlernen einer Fußballtechnik vergleichen: Hat ein Spieler den Ball gut getroffen, versucht er den Schuss zu wiederholen – mit kleinen Anpassungen, bis er immer besser gelingt.