Wertverlust mit Ansage

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Laut DailyTech rechnet GM-Sprecher Rob Peterson mit einem Effekt, der gerade bei elektronischen Produkten gut bekannt ist: "Wie bei jeder neuen Technik – ob Plasma-TV oder Mobiltelefon – sinken die Produktionskosten mir den Erfahrungen, die man mit jeder neuen Generation gewinnt. Wir glauben (beim Volt) an ähnliche Kosteneinsparungen, durch Entwicklungsfortschritte ebenso wie durch sinkende Produktionskosten."

Aber warum erzählt er uns das? Wenn man ein teures Handy für 300 Euro ersteht und fünf Jahre später ein weit besseres Gerät ein Drittel kostet, tut das vielleicht nicht allzu sehr weh. Doch von einem Auto erwarten die Menschen, dass sie es auch nach fünf Jahren noch für einen ordentlichen Preis verkaufen können. Das Zitat von Peterson macht auf ein weiteres Dilemma der Elektromobilität aufmerksam – einen möglicherweise rapiden Wertverfall, der für die meisten Kunden eigentlich völlig inakzeptabel ist.

Da fragt man sich, ob man nicht lieber auf die nächste Generation wartet, oder die übernächste. Der GM-Sprecher dürfte sich allerdings kaum verplappert haben, um dies zu provozieren. Der Volt wird im realen Betrieb GM schnell zeigen, was die Kunden wirklich wollen, ob ihnen 65 Kilometer Reichweite genügen oder sogar weniger – ein wertvoller Feldtest mit zahlenden Kunden. Vielleicht ist GM gar nicht so erpicht darauf, den ersten Volt in allzu großen Stückzahlen zu verkaufen. 41.000 Dollar stehen auch für ein Kostenproblem. Zwei einfache Vergleichszahlen: Der Nissan Leaf, ein reines Elektroauto, kostet in den USA knapp 33.000 Dollar, der bewährte Toyota Prius etwas über 23.000 Dollar. (ggo)