"Uber wird sterben"
Inzwischen rollen die schwarzen Smarts über die Straßen Berlins. Es geht also, wenn man miteinander redet. "Wir müssen uns zusammentun", sagt auch Robert Henrich, CEO von Daimlers Mobilitätsplattform Moovel- und "ehrlich diskutieren". Themen gibt es genug: Die Rolle des Taxis für den öffentlichen Personennahverkehr, starre gesetzliche Rahmenbedingungen, die Abgrenzung zu neuen Dienstleistern wie Blacklane oder auch Uber. Wohltorf will dabei auch über die "klare Linie" zwischen sinnvollen Vorschriften und Protektionismus sprechen.
"Uber wird sterben"
Die gute Nachricht für aller Beteiligten: Der Markt für Mobilitätsdienstleistungen insgesamt wächst. Das ist vielleicht ein Ansporn, sich zusammenzuraufen. Dabei wird es Kompromisse geben müssen. "Dass alle glücklich sind, wird nicht gehen", sagt Sascha Schubert vom Bundesverband Deutsche Startups, und verweist auf weitere Baustellen, die Geschäftsmodelle wie Uber im Arbeits- und Steuerrecht aufreißen.
Während alle hoffen, von den anstehenden Umwälzungen der Branche am Ende auch irgendwie profitieren zu können, werden ein paar auf der Strecke bleiben, schätzt Toepfer-Kataw. Die Staatssekretärin überbringt die schlechte Nachricht: "Uber und die Taxizentralen werden sterben." Nestmann ist da optimistischer, was sein Unternehmen angeht. In naher Zukunft, sagt er, "ist das Personenbeförderungsgesetz in seiner heutigen Form nicht mehr vorhanden". Man wird sehen, wer Recht behält. Immerhin reden sie jetzt miteinander. Mönch kann von seinen Erfahrungen bei MyTaxi berichten: "Der Frieden rückt näher." (vbr)