"Uber wird sterben"

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Das Taxigewerbe kann auf Zeit spielen, das Personenbeförderungsgesetz steht – und das Bundesverkehrsministerium hat derzeit keine Pläne, daran etwas zu ändern. Dabei waren sich am Mittwoch in Berlin alle weitgehend einig, dass die digitale Revolution auch auf dem Mobilitätsmarkt radikale Veränderungen bringt. "Das Internet verändert unsere Welt rapide, und wir müssen uns darauf einstellen", sagt Sabine Toepfer-Kataw, Staatssekretärin in der Berliner Senatsverwaltung Justiz und Verbraucherschutz.

"Der Impuls für Änderungen muss von der Politik kommen", fordert Alexander Mönch von MyTaxi. Doch die Politik hält sich mit konkreten Initiativen noch zurück. Man müsse die "rechtlichen Möglichkeiten prüfen", sagt der Großstadtbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kai Wegner. Eine vollständige Deregulierung der Branche sei aber der "komplett falsche Weg". Das hören die Taxifahrer gerne, denen Wegner aber auch ihre eigenen Baustellen aufzeigt: Schwarzarbeit zum Beispiel, und prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

Wohltorf fallen da noch ein paar mehr Punkte ein, die er diskutieren will. Zum Beispiel die unselige Türenregelung: "Taxen und Mietwagen müssen mindestens auf der rechten Längsseite zwei Türen haben", heißt es in der Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft). Als Blacklane in Berlin einen Pilotversuch mit chauffierten Smarts starten wollte, "war die erste Reaktion: Geht nicht", erzählt Wohltorf. "Auch die zweite und dritte Reaktion war: Geht nicht."