Unterwegs im neuen Audi SQ5 TDI

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Im Comfort-Modus beeindruckt der SQ5 TDI mit seiner kraftvollen, linearen Beschleunigung. Das überrascht ein wenig, schließlich fallen die Drehmomenthöhen vieler moderner Diesel oft so schnell zusammen wie Soufflés. Beim Audi ist die Schmauchzone dagegen fast 1400 Umdrehungen groß. Daraus ergibt sich eine gelassene Fahrweise mit üppigen Leistungsreserven, zumal die Automatik früh hinaufschaltet und den Geräuschpegel senkt. Wer brachial in die Polster gepresst werden will, muss den Dynamic-Modus wählen. Hier werden die Gänge ausgedreht, der Klangteppich erinnert dann entfernt an ein Muscle-Car. Einen ausgewogenen Eindruck macht das Fahrwerk: Es ist zwar sportlich straff abgestimmt, reicht aber im Gegensatz zu anderen S-Modellen der Marke auch im Dynamic-Modus nicht jede Querrille an die Passagiere weiter.

Auch der SQ5 TDI bekommt serienmäßig eine Start-Stopp-Automatik und einen Effizienz-Modus. So sollen im NEFZ 7,2 l/100 km möglich sein. Die Realität dürfte anders aussehen, denn wer sich 313 PS leistet, wird diese ab und zu auch mal abrufen. Ausgeliefert wird das SUV ab dem ersten Quartal 2013. Der bereits bekannte Grundpreis von 58.500 Euro relativiert sich ein wenig mit Blick auf den schwächeren Q5 3.0 TDI mit 245 PS. Dieser steht mit 51.790 Euro in der Liste. Will man ihn auf den Ausstattungsstand des SQ5 bringen, etwa mit Sportpaket und Bi-Xenon-Scheinwerfern, sinkt die Differenz auf rund 3000 Euro. Konkurrenz? Gibt es: Der BMW X3 xDrive35d bietet für 54.900 Euro ebenfalls 313 PS und eine Achtgang-Automatik. So ein Zufall.