US-Budget 2017: Niederlage fĂĽr Trump, gut fĂĽr die NASA
Seite 2: Kompromiss bedeutet mehr Geld fĂĽr die NASA
(Bild:Â NASA)
Und für die NASA gibt es 19,653 Milliarden Dollar. Das sind 368 Millionen mehr als 2016 und sogar 628 Millionen Dollar mehr als in Obamas Antrag. Auch in den Entwürfen des Unterhauses und des Oberhauses waren zunächst geringere Beträge vorgesehen. Der Kompromiss wurde offenbar nicht in der Mitte, sondern oben drüber gefunden.
Spacenews hat sich durch das Mammutgesetz gewühlt und die verschiedenen Teilbeträge aufgelistet. Größter Gewinner ist demnach das Raumfahrtprogramm mit 4,3 Milliarden Dollar – fast eine Milliarde mehr als von Obama beantragt. Größte Posten sind das Space Launch System und die Orion-Raumkapsel. Teile dieses Geldes dürfen auch für verwandte Projekte, etwa für neue Antriebe oder Asteroiden-Missionen, ausgegeben werden. Trump würde die Asteroid Redirect Mission (ARM) gerne absagen.
Für die Planetenforschung gibt es fast 330 Millionen mehr als in Obamas Antrag – die beiden geplanten Missionen zum Jupiter-Mond Europa haben ihre Anhänger unter den Parlamentariern. Dafür gibt es für die Erforschung von Erde und Sonne sowie Astrophysik weniger, als im ursprünglichen Antrag, aber doch mindestens so viel wie 2016. Die Abgeordneten stehen also weiterhin zum wissenschaftlichen Auftrag der NASA. Für Trump hingegen geht es bei der Raumfahrt um mehr Spionage, gesteigerte Tödlichkeit im Krieg und Prestige durch bemannte Besuche auf Mond und Mars.
Geplante Asteroiden-Mission der NASA (11 Bilder)

(Bild: Analytical Mechanics Associates)