Das laute Dröhnen der Verbrenner

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Vollhybrid- und vor allem auch Plug-In-Hybrid-Systeme werden als unumgänglicher Schritt in die Zukunft gesehen. Aber auch Mild-Hybrid-Systeme sollen den Bemühungen nach mehr Umweltverträglichkeit neuen Schwung verleihen. Stichwort 48-Volt-System. Mit wesentlich weniger Aufwand gegenüber einem Hochvolt-System lässt sich damit ebenfalls erheblich Kraftstoff sparen. Außerdem lassen sich zusätzliche Funktionen auf elektrischem Wege darstellen, etwa ein elektrischer Turbolader, der den herkömmlichen Abgasturbolader bei niedrigen Drehzahlen unterstützt und damit das so genannte Turboloch vermeidet. Dieser technische Zugang wird vor allem von Zulieferern favorisiert, etwa von Continental-Schäffler, Delphi oder der Grazer AVL List.

Ein neuer Anlauf zu einem alten Traum der Motoreningenieure von einer besseren Nutzung des Kraftstoffs wurde auch von der AVL List präsentiert: Die variable Verdichtung in Form eines verstellbaren Pleuels würde eine enorme Ausweitung der Zonen höchsten Wirkungsrades im Motokennfeld möglich machen und damit noch eine erhebliche Verbesserung der Kraftstoffeffizienz. Alleine: Das Gewicht der Pleuelstange erhöht sich dadurch nach momentanem Stand der Technik von 600 auf 900 Gramm, ein enormer Zuwachs an bewegter Masse, die in einer Sekunde bis zu zweihundert Mal beschleunigt und auf null abgebremst wird. (mfz)