Tabs in zweiter Reihe: Vivaldi bringt sie auch auf Apple-Mobilgeräte
Ein unter macOS und Windows bereits bekanntes Feature kommt nun auch fĂĽr iOS und iPadOS. Auch der Wechsel von Safari wurde vereinfacht.
Doppelte Tab-Leiste in Vivaldi 7.9 auf dem iPhone.
(Bild: Vivaldi)
Der norwegische Anbieter Vivaldi erweitert die Funktionen der Mobilversion seines gleichnamigen Browsers. Mit Version 7.9 erhalten sowohl die iPhone-Version als auch die iPad-Variante ein verbessertes Tab-Management. Nutzer können diese nun nicht nur in einer Reihe anordnen, sondern gleich in zwei – eine Übernahme von der Desktop-Version, wie Vivaldi mitteilte. Praktisch heißt dies, dass Tab-Gruppen in Form sogenannter Two-Level-Tab-Stacks angezeigt werden, wenn die User das wünschen. Da das iPhone meist im Hochformat verwendet wird, kann dies nützlich sein, weil man so weniger wischen muss. Die Standardansicht für Tab-Stacks, Akkordion genannt, bleibt bestehen, es ist möglich, in den Einstellungen zwischen beiden Varianten beliebig zu wechseln.
Wenn eine Tab-Leiste nicht reicht
Tab-Stacks, die sich oben wie unten auf dem Bildschirm platzieren lassen, gelten seit längerem als „Signature“-Feature von Vivaldi auf dem Desktop und bringen besonders bei größeren Tab-Sammlungen mehr Ordnung in den Browser. Der Ansatz ist dann übersichtlicher als die Tab-Steuerung etwa in Apples Safari. Neue Tab-Stacks lassen sich über einen längeren Druck auf den „Neues Tab“-Knopf erzeugen. Das Feature war schon seit einigen Jahren unter Android verfügbar.
Eine weitere Neuerung sind täglich wechselnde Hintergrundbilder für die Vivaldi-Startseite (Start Page). Alternativ kann man das Wallpaper auch selbst festlegen. Laut Vivaldi soll es auch möglich sein, das Browser-Hintergrundbild mit dem iPhone-Wallpaper zu synchronisieren (auf dem iOS-Homescreen). Die entsprechende Funktion blieb uns allerdings zunächst verborgen.
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Import von Safari zum schnelleren Umstieg
Vivaldi erhofft sich zudem mehr Umsteiger von Apples Safari. Dazu gibt es nun eine neue Import-Funktion, die auch beim ersten Aufruf des Browsers auftaucht. Vivaldi kann, ähnlich wie man das von Chrome kennt, die Übertragung von Passwörtern, Lesezeichen, Histroei und sogar hinterlegten Bezahlinformationen erleichtern. Die Funktion ist auch über die Einstellungen möglich und soll nur wenige Klicks kosten.
Der norwegische Browser ist kostenlos. Sein Geld verdient Vivaldi mit Such- und E-Commerce-Deals, außerdem über eine Partnerschaft mit Proton. Apple ist in der EU und anderswo aufgefordert, alternative Browser leichter (und vollwertig) zugänglich zu machen.
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(bsc)