Subaru BRZ im Fahrbericht

Inhaltsverzeichnis

Das Boxer-Prinzip wurde von Carl Benz als "Contra-Motor" erfunden. Subaru hängt innig an dieser Technik und entwickelte entsprechende Maschinen ständig weiter. Den Antrieb besorgt im BRZ ein Zweiliter-Boxermotor mit 200 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 205 Nm. Damit geht es in 7,6 Sekunden von null auf 100 km/h, maximal sind 230 km/h drin. Ein VW Golf GTI mit 210 PS ist in 6,9 Sekunden auf 100 km/h, obwohl er fast 100 Kilogramm mehr wiegt.

Der Grund für den Unterschied liegt im Drehmoment: Beim GTI machen sich 280 Nm über die Kurbelwelle her. Und diese 280 Nm liegen bereits bei 1700 U/min an – beim BRZ ist erst zwischen 6400 und 6600 U/min das Momenten-Maximum erreicht. Entsprechend will der Boxer behandelt werden: Er braucht Drehzahlen. Wer nicht beherzt Gas gibt und früh schaltet, wird vom Anzug des Japaners enttäuscht sein. Deshalb auch der präsente Drehzahlmesser: Es ist sicher kein Zufall, dass die 6000er-Marke auf der Zwölfuhr-Position sitzt. Pendelt die Nadel des Messers um diesen Wert, ist der BRZ flott unterwegs.

Der laufruhige Saugmotor des BRZ entfaltet seine Kraft kultiviert. Aber in den notwendigen oberen Drehzahlregionen wird die Endrohranlage laut, ohne dabei besonders sportlich zu klingen. Hier könnte Subaru bis zum Marktstart im Spätsommer 2012 noch ein bisschen Nachschärfen: Etwas mehr Charakter im Sound würde das Fahren noch spaßiger machen. Interessant wird es beim Verbrauch. Im NEFZ sollen 6,9 l/100 km reichen.