Spyker übernimmt bei Saab das Steuer

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In den letzten Tagen hatte sich eine Annäherung von General Motors und Spyker abgezeichnet. Allerdings war bis zuletzt unklar, ob es Spyker gelingen wird, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Die Niederländer hatten schon im Dezember 2009 ein mehrmals nachgebessertes Angebot für Saab vorgelegt, konnten damit aber GM nicht überzeugen.

Die schwedische Regierung gibt nun Rückendeckung. Sie bürgt für einen 400 Millionen Euro schweren Kredit, den Saab bei der Europäischen Investitionsbank beantragt hat. Der Verkauf sei das Ergebnis einer "langen, mühsamen Arbeit" gewesen, sagte Wirtschaftsministerin Maud Olofsson. Nun muss noch die Europäische Kommission der Hilfe zustimmen.

GM-Manager Smith erwartet, dass der Verkauf bis Mitte Februar in trockenen Tüchern ist. Er versprach, dass GM auch danach "für einen begrenzten Zeitraum" Saab unterstützen werde. So sollen weiterin einzelne Zulieferteile, Know-how und komplett montierte Fahrzeuge Richtung Schweden gehen. "Natürlich wollen wir eine starke Saab", sagte Smith. GM hatte zur Bedingung für den Verkauf gemacht, dass der neue Saab-Eigentümer auch den langfristigen Betrieb sicherstellen kann. GM-Konzernchef Ed Whitacre drängte auf eine schnelle Lösung bei Saab, weil er GM noch in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen zurückbringen will.