Sauber und effizient: Der Smart Fortwo mit Elektroantrieb im Test

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Ein entspanntes Wohlfühlauto ist der Smart ed bei höheren Geschwindigkeiten ohnehin nicht. Das deutliche Mehrgewicht und eine harte Federung lassen den schnellen Ritt sehr ungemütlich werden. Die Lenkung wirkt zudem recht synthetisch, das Fahrzeug insgesamt etwas indirekt und nicht so flink wie der normale Smart. Dafür bleibt das bekannte Nicken beim Gangwechsel aus. Und selbstredend ist der Wagen antriebsseitig sehr leise. Gefährlich leise sogar. Bei Smart überlegt man deshalb, mit einer künstlich erzeugten Fahrakustik die Fußgänger auf das Herannahen des Stromers aufmerksam zu machen.

Super sauber und sehr leise
Umwelttechnisch ist der Smart ed vorbildlich. Nicht nur die Lärmemissionen sind gering, auch der direkte Ausstoß von Abgasen beträgt konsequent null Gramm pro Kilometer. Wer also besonders klimafreundlich fahren will, findet zum Elektro-Smart kaum eine bessere Alternative. Allerdings stellt sich wieder einmal die Frage, woher der Strom kommt, mit dem die Batterie des Smart ed geladen wird. Kommt diese Energie aus einem Kohlekraftwerk, wäre das kleine E-Mobil nicht mehr klimaneutral. Kommt der Strom jedoch aus regenerativen Energiequellen, ist der ed zumindest im Betrieb das sauberste Auto der Welt.

Hohe Effizienz
In der Praxis gibt es derzeit in London zwei Smart ed, die ihren Strom hauptsächlich aus Windkrafträdern beziehen. Die restlichen Fahrzeuge werden hingegen über das normale Stromnetz gespeist, also mit Energie, die zum überwiegenden Teil aus konventionellen Kraftwerken geliefert wird. Doch selbst mit dieser Energie bietet der Strom-Smart eine bemerkenswert gute Klimabilanz. Dank der hohen Effizienz des Elektroantriebs emittiert der Wagen umgerechnet nur etwa 60 Gramm Kohlendioxid pro 100 Kilometer. Beim Sparen hilft dem Fahrzeug übrigens auch der Rekuperationsmodus. Hier wird beim Bremsen Energie zurück gewonnen.