Renault Clio Facelift
Für das neue Soundsystem von Bose bemüht Renault den alten Vergleich mit einem Konzertsaal. Wie oft wurde dieses Versprechen schon gegeben, ohne es nachher auch nur ansatzweise zu erfüllen? Mal ganz abgesehen davon, dass ein Konzertsaal keineswegs für alle Arten von Musik ideal ist. Lobenswert ist der Versuch dennoch, denn fast alle Konkurrenten bieten in dieser Hinsicht nur Standardware.
Autonomes Lenken
Ein Versprechen ganz anderer Art gibt es beim Thema Einparken. Renault verspricht, dass der Clio mit Hilfe des „Easy Park-Assistenten“ nahezu autonom einparken kann. Das klingt sensationell, doch der Fahrer muss schon noch etwas mehr tun, als nur zuschauen, nämlich Gas geben und bremsen und den richtigen Gang einlegen. Der Clio kann also gewissermaßen nur autonom lenken.
Neuer Diesel, neues Schaltgetriebe
Bei den Motoren soll fast alles so bleiben wie bisher: Neu ist die Option auf ein Sechsgang-Schaltgetriebe beim TCe120, der bisher nur mit einem Doppelkupplungsgetriebe zu haben war. Zudem gibt es mit der Überarbeitung einen kräftigen Diesel. Der heißt dCi 110 und wird auch im Clio rund 110 PS leisten. Genaueres dazu verrät Renault noch nicht. Wir vermuten, es ist dieselbe Maschine wie im Mégane: Ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit zwei Ventilen pro Zylinder, NOx-Kat, der 110 PS und 260 Nm bietet. Im Mégane werden mit dieser Maschine im NEFZ 3,7 Liter versprochen, im Clio dürfte es noch etwas weniger sein.
Preis noch unbekannt
Noch nichts verrät Renault auch zu den Preisen für den überarbeiteten Clio. Bisher gab es die Limousine mit 73 PS ab 11.990 Euro, den Kombi Grandtour ab 13.690 Euro. Wir vermuten, dass sich daran nicht viel ändern wird, wenn der überarbeitete Clio im September zu den Händlern kommt. Schließlich bleibt er auch so eines der ältesten Modelle im aktuellen Renault-Sortiment.
(mfz)