Peugeot RCZ HDi FAP 163: Coupé für Vielfahrer

Inhaltsverzeichnis

Ein Coupé wie der RCZ darf sich funktional ein paar Schwächen leisten, aus Vernunftgründe kauft man es nicht. Emotional würden wir den RCZ irgendwo zwischen einem VW Scirocco und einem Porsche Cayman einordnen – mit einer Prise frankophiler Atmosphäre, versteht sich. Das straffe Fahrwerk hält das Auto in scharfen Kurven fast wankfrei, doch auf mehrstündigen Autobahnetappen kann die harte Federung schon mal unkomfortabel wirken. Ganz so kompromisslos wie in einem Cayman ist sie aber nicht. Apropos Autobahn: Auch bei hohem Tempo bleibt das Auto leise und dank des bei 85 km/h automatisch ausfahrenden Heckspoilers auch spurstabil. Bei niedrigerem Tempo kann man das Aerodynamikbauteil per Knopfdruck ausfahren. Wer das tut, muss ihn aber auch manuell wieder deaktivieren. Beim Abstellen der Zündung fährt er nämlich nicht eigenständig ein – hier könnte Peugeot noch nachbessern.

Dass unter der Fronthaube unserer Variante ein Diesel arbeitet, ist schon lang kein Argument mehr gegen ein Coupé. Der RCZ HDi ist mit 163 PS auch nicht gerade schwach. Der Zweiliter-Diesel unterstützt natürlich keine hochtourige Fahrweise, sondern eher das Cruisen und das Herausbeschleunigen aus dem Drehzahlkeller: Schon bei 1500 U/min geht es voran, auch wenn das maximale Drehmoment von 340 Nm erst bei 2000 Touren anliegt. Die Schaltpunktanzeige fällt vor allem durch ihre Liberalität auf: Sie meldet sich nur bei deutlichen Fehlgriffen. Ob man bei einem Stadttempo von 55 km/h im dritten, vierten oder fünften Gang fährt, ist ihr egal. Erst wenn man in den Zweiten heruntergeht, leuchtet ein Hinweis auf. Der sechste und höchste Gang der Schaltung ist für diesen Zweck ohnehin zu lang.