Pedelecs im Test: Zwei von Zwölf fallen durch
Die jüngste Kritik der Tester mag ein kleiner Dämpfer sein für den boomenden Elektrofahrrad-Markt – aber auch ein Anreiz, nachzurüsten. Denn Hi-Tech-Fahrräder gelten als Branchenhoffnung. Kaum ein Hersteller und Großhändler, der sie nicht im Sortiment hat. Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands wurden im Jahr 2007 rund 70.000 Elektrofahrräder verkauft, 2010 waren es schon 200.000. Damit kommt Elektromobilität eher auf dem Fahrrad als im Auto daher.
Ein Zukunftsgeschäft
Der Trend ist ungebremst: Der Marktanteil von Elektrorädern hat sich zwischen 2008 bis 2010 auf fünf Prozent verdoppelt. Kein anderes Radmodell hat beim Absatz einen solchen Sprung nach vorn gemacht. 15 Prozent seien in den nächsten Jahren drin, schätzt die Zweirad-Industrie. Damit kommen die Motor-Treter aber noch lange nicht an die beliebtesten Räder heran. Das sind herkömmliche sportliche Trekkingräder (35 Prozent) und bequeme Cityräder (25 Prozent). Rennmaschinen sanken dagegen in der Gunst der Käufer.
Auf 69 Millionen Räder wird der Bestand in Deutschland geschätzt. Nach den Niederlanden gilt die Bundesrepublik als große Radfahr-Nation in Europa. In Städten mit verstopften Straßen könnten E-Räder eine Alternative zum Auto werden. Doch auch eine anderer Wirtschaftszweig hofft auf Zuwachs: die Tourismusbranche. Elektroräder zum Ausleihen finden sowohl windige Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern als auch bergige Gegenden im Süden als zusätzliches Lockmittel interessant. (Mit Material der dpa) (imp)