Opel Meriva 1.7 CDTI: neuer Top-Diesel im Fahrbericht

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Das Fahrwerk ist etwas straffer abgestimmt als beim alten Meriva, aber wirklich hart ist es nicht. In zu schnell angegangenen Kurven neigt sich der 1,62 Meter hohe Meriva deutlich. Wenn das Auto mit vier Erwachsenen und etwas Gepäck im Kofferraum beladen ist, wirkt es beim Spurwechsel auf der Autobahn schon bei Tempo 100 wackelig. Hier macht sich der hohe Aufbau negativ bemerkbar. Ein Kleinwagen-Kombi liegt in solchen Situationen stabiler auf der Straße. Zum eher unsportlichen Kurvengefühl im Meriva tragen auch die Ergonomiesitze bei: Sie sind zwar bequem, aber zu hoch. Die beträchtliche Sitzhöhe ist zwar gut für den Überblick, aber in Kurven eher unglücklich. Dies gilt besonders beim nicht höhenverstellbaren Beifahrersitz. Dort schaut man schon als Mittelgroßer immer auf das obere Drittel der Frontscheibe. Ebenfalls ein Manko ist, dass der Meriva als Fünfsitzer nur mit vier Kopfstützen ausgerüstet ist, eine fünfte kostet 50 Euro Aufpreis.

Ansonsten überzeugt der Meriva mit einem sehr flexiblen Innenraumkonzept. So lassen sich die Rücksitze längs verschieben. Um langbeinige Erwachsene zu chauffieren, stellt man die Sitze in die hinterste Position, und wenn der Gepäcktransport Priorität hat, können die Möbel weit nach vorn geschoben werden. Klappt man die Sitze um, ergibt sich eine perfekt ebene Ladefläche, und beim Herausziehen von schweren Getränkekisten stört auch keine Ladeschwelle. Maximal lassen sich so 1500 Liter Gepäck transportieren – etwa soviel, wie in einen Kompaktklassekombi passt. Wenn auch im Fond Passagiere sitzen, lassen sich bis zur Fensterunterkante beladen immerhin noch 400 Liter transportieren.