Wuchtgeschoss

Mercedes zeigt auf der Messe in Detroit erstmals das neue GLE Coupé. Es ähnelt seinem global erfolgreichen Konkurrenten BMW X6 in vielen Bereichen so stark, dass man Mercedes fast eine gewisse Mutlosigkeit unterstellen könnte - wenn das Konzept nicht so ungewöhnlich wäre, dass auch eine Kopie noch innovativ wirkt

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Mercedes
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Stuttgart, 10. Dezember 2014 – So manch ein Auto-Ästhet mag sich beim Betrachten der ersten Bilder des neuen Mercedes GLE fragen, ob es wirklich eine Kopie des BMW X6 gebraucht hätte. Doch der globale Erfolg des Konkurrenten hat diese Frage bereits hinlänglich beantwortet, was auch bedeutet, dass wir spätestens mittelfristig mit einem ähnlich konzipierten Ableger von Audi rechnen dürfen. Bis dahin machen der gerade runderneuerte BMW X6 und der Mercedes GLE das Rennen im Segment der Koloss-Coupés unter sich aus. Den ersten Kontakt mit Interessenten wird der GLE auf der Messe in Detroit im Januar haben, im Juni sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden.

Die vorerst stärkste Version wird der GLE 450 AMG 4Matic mit 367 PS aus einem Dreiliter-V6 sein. Es ist das erste Fahrzeug aus der neuen Reihe der sogenannten „AMG Sportmodelle“. Die sind etwas weniger kräftig als die bisherigen AMG-Ableger, unterscheiden sich aber optisch und in einer sportlicheren Fahrwerksabstimmung von den schwächeren Modellen. Dass später eine „vollwertige“ AMG-Version mit V8 und noch mehr Leistung nachgereicht wird, ist höchst wahrscheinlich. Im allgemeinen Wettrüsten wird man bei Mercedes eine standesgemäße Antwort auf den BMW X6 M mit 575 PS nicht schuldig bleiben wollen.

Wuchtgeschoss (21 Bilder)

Das wuchtige Mercedes GLE Coupé debütiert Im Januar 2015 auf der Automesse NAIAS in Detroit.

Geringfügig ziviler sind zwei weitere GLE-Modelle. Geplant sind vorerst nur zwei Dreiliter-V6. Der Benziner GLE 400 4Matic leistet 333 PS, der Diesel im GLE 350 d 4Matic 258 PS. Die Kraft wird bei allen dreien per Neungang-Automatik auf einen permanenten Allradantrieb geschickt. In den schwächeren Ausführungen wird im Verhältnis 50:50 zwischen den Achsen verteilt, der AMG ist leicht heckbetont mit 40:60 ausgelegt.

Die schwächeren Varianten des SUV-Coupés werden ab Werk mit 20-Zoll-Alufelgen geliefert. Die Sorge all jener, die befürchten, damit nicht ausreichend aufzufallen, ist unbegründet, denn schon das Werk montiert gegen Zuzahlung Felgen im Format bis zu 22 Zoll. Tuner werden sicher zügig noch größere Räder ins Programm nehmen, wenn eine entsprechende Nachfrage entstehen sollte. Die ab Werk größten Felgen sind an die optionale Luftfederung Airmatic und das stufenlose, adaptive Dämpfungssystem (ADS Plus) gekoppelt. Diese Systeme hat der AMG schon serienmäßig, er wird zudem ohne Aufpreis mit 21-Zoll-Felgen geliefert.