Lust an der Gier

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Nicht nur der V8 im 650S, auch der Name McLaren hat seit Jahrzehnten wegen der langen Sieg-Liste in der Formel 1 einen rasanten Klang. Doch auch beim Bau von Supersportwagen für die Straße hat sich die Firma einen Namen gemacht, etwa mit dem F1 von 1994 bis 1997, dem Kooperations-Kind Mercedes SLR McLaren von 2003 bis 2009 und dem P1 von 2013. Das ist ein 916 PS starker Hybridsportler, dessen Kleinserie von 375 Stück zum Preis von je 1,1 Millionen Euro bereits komplett verkauft wurde.

Der 650S ist das derzeit einzige Modell des britischen Automobilherstellers. Er wird nicht nur als Spider, sondern auch als Coupé angeboten. Mit ihm geht der seit 2010 gebaute 12C in Frühpension. Zunächst sollten beide Modelle parallel angeboten werden, aber die Kunden favorisieren laut McLaren das neue Modell. Diese Entscheidung setzt allerdings das Vorhandensein von mindestens 231.500 Euro fürs Coupé oder 255.000 Euro für den Spider voraus. Die Carbon-Keramik-Bremsen sind ebenso Standard wie das Navigationssystem. Zubuchbar sind hauptsächlich jede Menge Carbonapplikationen für innen und außen, Carbonschalen- oder Ledersitze und ein Sportauspuff. Unseren Testwagen haben die Kohlenstoff-Anbauteile und einiges andere auf über 3­00.000 Euro gebracht.

Wettbewerber hat der exzellente Sportwagen nur wenige. Vielleicht den 610 PS starken Lamborghini Huracán für 201.705 Euro, den Ferrari 458 Spider mit 570 PS für 221.600 Euro oder auch den Mercedes SLS AMG GT Roadster Final Edition mit 591 PS für 233.835 Euro.