Kleiner Bruder: Der neue Mitsubishi ASX im Test

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Bei der Zahl der angetriebenen Achsen haben ASX-Kunden die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb, allerdings nur beim Selbstzünder, denn der Benziner wird zunächst ausschließlich mit Frontantrieb angeboten. Der Vierradantrieb namens AWC stellt drei Antriebsmodi zur Verfügung: 2WD, 4WD Auto und 4WD LOCK. Im 4WD-Auto-Modus wird das Drehmoment variabel verteilt. Der ASX erlaubt hohe Kurvengeschwindigkeiten bei geringer Wankneigung, die Lenkung ist lediglich um die Mittellage etwas indifferent. Im Vergleich dazu sind bei der reinen Frontantriebsvariante die Antriebseinflüsse in der Lenkung spürbar höher, doch auch hier bedarf es keines übertriebenen Kraftaufwands. Als guter Kompromiss entpuppt sich das Fahrwerk, welches trotz straffer Auslegung genügend Komfort bietet.

Mitsubishi gibt den Verbrauch des Diesel-ASX mit durchschnittlich 5,5 Liter an, die Allradversion genehmigt sich 0,2 Liter mehr. Wie diese Werte in der Praxis aussehen werden, ist aber noch offen. Fest stehen hingegen die Preise, und die sind ein echter Knüller: Bereits in der Basisversion namens Inform sind sieben Airbags, ein ESP, eine Klimaanlage, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, ein CD-Radio mit Aux-Anschluss und vier elektrische Fensterheber serienmäßig. Mit Diesel und Frontantrieb werden 20.990 Euro fällig. Empfehlenswert ist die nächsthöhere Variante Invite: Hier sind eine Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad und Lederschaltknauf, ein Tempomat sowie Regen- und Lichtsensor zum Preis von 22.990 Euro serienmäßig, mit Allradantrieb werden 24.790 Euro verlangt.

Für die Zukunft hat Mitsubishi noch einiges im ASX-Köcher: Im September 2010 startet der frontgetriebene 1.6-Benziner mit 117 PS und Fünfgang-Schaltgetriebe. Inklusive ESP, einer Klimaanlage und einem CD-Radio gibt es ihn schon für 18.990 Euro. Ab 2011 kann der Benziner auch mit einer CVT-Automatik kombiniert werden, für den Diesel arbeiten die Ingenieure an der Anpassung des Doppelkupplungsgetriebes namens TC-SST aus dem Outlander. Geplant ist außerdem ein Selbstzünder mit 116 PS. Bis 2012 wird der ASX wie der Outlander auch als entsprechendes Peugeot- und Citroën-Modell auf den Markt kommen, die Zusammenarbeit wurde bereits vereinbart. Im Rahmen dieser Kooperation sind weitere Motor- und Getriebevarianten denkbar, wie man uns verrät.