Reflecta 10T: 137 Megapixel aus Kleinbild-Dias
Seite 4: Fazit: Marketing-Gag oder Fortschritt?
Fazit: Marketing-Gag oder Fortschritt?
Beim Vorgängermodell Reflecta ProScan 7200 hatte Reflecta nur in der Typenbezeichnung Pixelhuberei betrieben. Die tatsächliche Auflösung des ProScan 7200 (2597 spi) war ja gar nicht so weit von der nominellen Auflösung (3600 spi) entfernt. Diese sinnvolle Strategie hat Reflecta nun leider zugunsten eines kruden Marketing-Gags aufgegeben. So löblich das verbesserte Auflösungsvermögen des 10T ist, in der Praxis erreicht der Scanner nur rund ein Drittel seiner Nominalauflösung. Die beworbenen 10.000 spi sind ähnlich hanebüchen wie die Werte, die viele Hersteller von Flachbettscannern auf ihre Kartons drucken.
Wer nicht auf der Suche nach maximaler Leistung ist, kann mit dem Reflecta 10T aber auch ganz entspannt arbeiten: Einfach mit 2500 spi scannen. Diese Auflösung reicht für die allermeisten Vorlagen völlig aus, der Scanner arbeitet flott und aufwendige nachträgliche Skalierungen sind auch überflüssig. Verglichen mit dem Vorgängermodell, wo man für eine vergleichbare Auflösung noch 3600 spi in der Software einstellen musste, ist das ein großer Fortschritt. (sts)