Reflecta 10T: 137 Megapixel aus Kleinbild-Dias
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Schneller Rechner dringend empfohlen
Bei diesem Scanner empfiehlt sich also reichlich Arbeitsspeicher. Funktionen wie Mehrfachscans oder Multiple-Exposure belegen den internen Speicher ja noch in weit größerem Maße. Unser Testrechner war ein i7 4770 mit 16 GByte RAM, also ein schneller aktueller Desktoprechner. Mit Scans mit 2500 spi Auflösung forderten wir ihn prozessorseitig kaum, auch 5000 spi Scans waren keine größere Herausforderung. Die riesigen Dateien bei einem 10.000 spi Scan lasteten den Rechner jedoch für längere Zeit fast komplett aus. Die Screenshots mit den Prozessorauslastungen finden Sie in der Bildergalerie. Mit zukünftigen schnelleren Rechnergenerationen wird der 10T also etwas flotter arbeiten, bei 10.000 spi ist derzeit die Rechnergeschwindikeit der Flaschenhals.
Ein Scan mit voller Auflösung und zugeschalteter Infrarot-Kratzerkorrektur braucht unter Cyberview X 6 Minuten und 22 Sekunden. Mit SilverFast 8 arbeitet der Scanner zumindest bei hohen Auflösungen etwas flotter und blieb bei 10.000 spi dann bei unter 5 Minuten. Für einen einzelnen Scan ist das natürlich immer noch recht lang, zumal der 10T die Dias ja zwischen den Scans nicht selbstständig weitertransportieren kann. Wenn man die Auflösung reduziert, arbeitet der Scanner deutlich schneller. Man kann zwar jede beliebige Auflösung einstellen, sinnvoll sind allerdings nur Werte, durch die sich die maximale Auflösung ohne Rest teilen lässt. Beim 10T sind die nächstkleineren Werte also 5000 spi und 2500 spi.
Staub, Kratzer, Artefakte
Die Staub- und Kratzerentfernung ist bei Filmscannern oft problematisch. Die per Infrarotkanal ermittelten Daten müssen deckungsgleich mit dem eigentlichen Scan sein, um ein gutes Korrekturgebnis zu gewährleisten. Hier schneidet der 10T genauso gut ab wie sein Vorgänger, die Korrekturqualität überzeugt. Bei geometrischen Formen wie beispielsweise Teststernen kann das in SilverFast implementierte Korrekturverfahren iSRD auch starke Artefakte erzeugen, aber das kann man dem Scanner nicht anlasten. Bei normalen Motiven, sind uns keine Artefakte aufgefallen, hier hat das Korrekturverfahren iSRD eine sichtbare Bildverbesserung bewirkt.
Sichtbare Artefakte gab es hingegen bei einigen Testdias, die am rechten Rand einen gleichförmigen farbigen Streifen erzeugten. Das können Sie in unserer Bildergalerie sehen. Laut Reflecta ist die Ursache hierfür Staub oder Schmutz im Kalibrierungsrahmen. Als Anwender muss man dann den Scanner zum Service schicken, die Reinigung in Eigenregie empfiehlt Reflecta nicht.